Haltung ist kein Slogan! – Christian Arbeit über das was den 1. FC Union Berlin wirklich ausmacht

Shownotes

Was kann ein Fußballverein für den Zusammenhalt einer ganzen Stadt leisten? Und was hat ein Stadion mit echter Freiheit zu tun – jenseits von Regeln, Blasen und Belehrungen? In dieser Episode von „Damit die Guten gewinnen" spricht Thomas Mühlnickel mit Christian Arbeit, Stadionsprecher und Geschäftsführer Kommunikation des 1. FC Union Berlin, über einen Verein, der anders ist. Angefangen hat alles 1986 auf einem Stehplatz an der Mittellinie. Heute führt Christian außerdem die Unionstiftung „Schulter an Schulter" – nach einem einfachen Motto: Der Starke hilft dem Schwachen. Eine Folge über Gemeinschaft, Haltung, Frauenfußball und die Frage, was Solidarität wirklich bedeutet – im Stadion und weit darüber hinaus.

Hauptthemen der Episode:

  • Vom Fan zur Stimme des Vereins: Christians ungewöhnlicher Weg zum Stadionsprecher durch Zufall und Zufälle.
  • Das Stadion als sozialer Raum: Warum Fußball Menschen zusammenbringt, die sonst nichts verbindet.
  • Union bleibt anders: Identität, Haltung und Aufstieg ohne Identitätsverlust.
  • Haltung bewahren – nicht nur als Slogan, sondern als tägliche Entscheidung.
  • Frauenfußball konkret fördern: Gemeinsames Trainingszentrum und 8.200 Zuschauende im Schnitt.
  • Die Stiftung Union Vereint: Wie Fußballkraft gesellschaftliche Kraft werden kann.

Wichtige Stellen der Episode:

0:00 Begrüßung 00:06:17 Fanwerdung in der Försterei: Warum Fußball für Christian nie Sport war, sondern Freiheit 00:13:32 Der Weg zur Sprecherstimme: Zweieinhalb Zufälle und ein Abend im Zoopalast 00:30:03 Union bleibt anders: Keine Tormusik – und das aus Überzeugung, nicht aus Trotz 00:41:55 Haltung bewahren im Konflikt: Was der Satz vor dem Leipzig-Spiel wirklich bedeutet 00:45:59 Frauenfußball konkret fördern: Weniger reden, mehr tun – das Union-Prinzip 00:53:32 Die Stiftung als Kraftquelle: Wie ein Fußballverein gesellschaftliche Verantwortung übernimmt 01:02:19 Solidarisches Land im Jahr 2100: Was Christian sich für die Zukunft wünscht Was wir besprochen haben:

Christians Definition der Guten: Menschen, die andere freundlich und solidarisch zusammenbringen. Das erste Stadionerlebnis 1986 – und warum er seitdem nie aufgehört hat, Union-Fan zu sein Warum Union keine Tormusik spielt und was das über Vereinsidentität aussagt Aufstieg ohne Kulturschock: Wie Union seinen Charakter auch in der Champions League bewahrte. Der feine Unterschied zwischen Haltung zeigen und PR-Aktionismus 8.200 Zuschauende im Schnitt beim Frauenfußball – zweithöchster Wert in Europa Wie die Stiftung Union Vereint von Müllsammelaktionen bis zur Finanzierung von Teilnahmegebühren für die Special Games wirkt. Warum Christian mit „Work-Life-Balance" nichts anfangen kann – und was ihn wirklich ausgleicht. Seine Hoffnung für 2100: Eine Gesellschaft, die Armut nicht hinnimmt und Solidarität zur Grundlage macht.

Links:

🎧 Jetzt auf Youtube sehen: https://youtu.be/ElyufhnjjkQ?si=afJslvNfQA-Z0Avz ⚽ 1. FC Union Berlin: https://www.fc-union-berlin.de

🤝 Stiftung Union Vereint – Schulter an Schulter: https://fc-union-stiftung.de/ 🔗 LinkedIn Christian Arbeit: https://www.linkedin.com/in/christian-arbeit-62371097/ 🔗 LinkedIn Thomas Mühlnickel: https://www.linkedin.com/in/thomas-m%C3%BChlnickel-75048a176/

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ich gehöre noch, würde ich sagen zu einer Generation von Menschen die eigentlich aufgewachsen sind mit dem Gefühl wir kommen irgendwie voran als Menschheit.

00:00:09: Aber es hat so ein Buch gegeben der zumindest in meiner Wahrnehmung dazu geführt hat dass alle denken okay das wird alles nur noch schlechter.

00:00:19: Genau das ist auch eine unserer Ansätze Menschen frei zusammenkommen zu lassen möglichst und der Verzicht auf all das, was uns trennt.

00:00:28: Sie zusammenzubringen in einem sozialen Raum so einen Fußballstadion ist das.

00:00:32: Ich gucke die anderen alle an und denke so krass!

00:00:35: Die rudernen Norweger, die nach links- und rechts springenden Holländer usw.

00:00:39: Das macht mir irgendwie mehr Spaß als... ...der Zucker keine Bremsen.

00:00:47: Es ist nicht akzeptabel.

00:00:49: Und es ist ein Zeichen für eine unsolidarische und ferrote Gesellschaft.

00:00:53: Das geht nicht.

00:00:55: Ich glaube, dass wir diesen jetzigen Kurs der...

00:01:14: Schön das du wieder bei damit die guten Gewinnen eingeschaltet hast.

00:01:17: Dem Interview Podcast von ASK!

00:01:20: Mein Name ist Thomas Mönigl und ich spreche hier mit Menschen, die mit ihrem Engagement etwas für unsere Gesellschaft tun.

00:01:27: Mein heutiger Gast ist Christian Arbeit.

00:01:29: Die meisten kennen seine Stimme lange bevor sie seinen Namen kennen Denn seit zwanzig Jahren begrüßte als Stallonsprecher das erste FC-Union Berlin die Fans an der alten Försterei.

00:01:39: Heute ist er auch Geschäftsführer Kommunikation des Vereins, angefangen hat das aber alles neunzigzechsundachtzig auf einem Stehplatz in der Mittellinie.

00:01:47: Christian hat ein Lieblingsspruch, der ziemlich gut zu diesem Podcast passt – Haltung bewahren!

00:01:53: Seit Ende zwanzich vierundzwanzig führt er außerdem die Union Stiftung Schulter an Schultern, die nach einem einfachen Motto lebt….

00:02:00: Der Starke hilft dem Schwachen.

00:02:03: Wir haben über einen Verein gesprochen, der anders ist.

00:02:06: Darüber was ein Fußballverein für den Zusammenhalt einer ganzen Stadt leisten kann und warum ein Stadion ein Ort von Gemeinschaft und Freiheit sein kann.

00:02:15: Christian erzählt dass er so voll Eisernunion ist das er mit Work-Life Balance persönlich nicht so viel anfangen kann.

00:02:21: Freundlichkeit im Miteinander wurde zur Überschrift unseres Gesprächs.

00:02:26: Warum?

00:02:27: Das erzählte ihr gleich besser selbst.

00:02:29: Jetzt geht's los!

00:02:30: Viel Freude beim Hören Christian.

00:02:32: Arbeit.

00:02:32: herzlich willkommen.

00:02:33: schön, dass du da bist

00:02:34: hallo freu mich.

00:02:35: danke für die Einladung

00:02:36: christian.

00:02:37: damit die guten gewinnen heißt das ganze her.

00:02:39: wer sind denn für dich die Guten?

00:02:42: Wer sind die guten?

00:02:42: Das ist ja immer so ein.

00:02:46: Ich versuche es mal allgemein und sagt Die guten sind Leute die versuchen Menschen zusammenzubringen auf eine fröhliche freundliche gerne auch solidarischer Art und Weise.

00:03:00: Das kann man durchdeklinieren in ganz viele Bereiche des Lebens, Freundlichkeit ist glaube ich ein Schlüssel dazu gut zu sein denn wer freundlich ist hat meist auch gutes Inseln.

00:03:12: Damit gehört Eiser Union auch zu den Guten?

00:03:14: Ganz sicher!

00:03:15: Ich habe mich nicht getraut zu sagen, die immer gewinnen sollen sie natürlich Union ist ja logisch.

00:03:20: Das wäre mir jetzt zu profan fußballerisch gewesen.

00:03:23: aber ja genau das ist auch einer unserer Ansätze Menschen frei zusammenkommen zu lassen möglichst unter Verzicht auf all dass was uns trennt sie zusammenzubringen einem sozialen Raum so ein Fuß bestall und ist es den dem wir erstmal sehr reglementieren, ein bisschen natürlich schon.

00:03:42: Es gibt natürlich eine Stadionordnung die zusammen sein auch regelt.

00:03:45: aber erstmal kann jeder kommen, jedes eingeladen muss natürlich wissen dass er da nicht alleine steht und das er dann nicht in einer strengen persönlich nach vorlieben sortierten Bubble steht sondern mit ganz vielen verschiedenen anderen zusammen.

00:03:59: und sich da gemeinsam auszuhalten und vielleicht auch hinter einem gemeinsamen anderen Ziel zu vereinen ist dann die Aufgabe für jeden.

00:04:07: Aber das ist eigentlich eine ganz schöne Sache, dass man im Fan-Blog einer eigenen Klammer hat.

00:04:14: Das ist glaube ich auch ganz wichtig.

00:04:15: anders funktioniert sowas vielleicht nicht mehr in einer Welt in der wir im Grunde ja alles so auseinandersortieren können, dass wir nur noch die grünen Gummibärchen oder die weißen oder gelben haben weil die anderen schmecken uns jetzt nicht.

00:04:31: so brauchst ne andere Klamma um Leute zusammenkommen zu lassen.

00:04:37: Das kann ein paar andere Bereiche können es auch, also Musik beispielsweise.

00:04:42: Auch da geht man relativ frei hin und das Einzige was man über alle anderen die dort sind weiß ist dass sie wahrscheinlich die Musik auch irgendwie mögen oder jemanden der sich mitgenommen hat.

00:04:52: Und es ist gut!

00:04:53: Es ist gut dass es ein Paar so eine Klammern noch gibt.

00:04:57: Dinge die uns trennen fallen uns von morgens bis abends ja ganz viele Eien was wir essen wie wir reden wie wir sprechen wie wir uns bewegen usw.

00:05:06: Sein Leben so organisieren, dass ermöglicht wenig Stören das begegnet.

00:05:09: Aber wenn es eine andere Klammer noch gibt die uns dazu bringt ums auf andere Menschen einzulassen... Ich finde das sehr schön!

00:05:17: Es gibt hier zweitens die achtendreißigste Folge von damit wir guten gewinnen und es gibt so ne Geschichte die zieht sich hier langsam rein.

00:05:24: Wir sprechen natürlich viel über politische Themen, wir sprechen über Stiftungen.

00:05:29: Wer bildet eigentlich diese Klammern?

00:05:31: Und hier sitzen alle zwei Wochen Leute die irgendwas zu dieser Klammar beitragen Und es kommt nicht ständig vor, aber in der ersten Folge sprach ich mit Martin Schulz über den Ersten FC Köln und die Wirkung, die er auch auf ihn hatte.

00:05:43: Was er da für ein Gemeinschaftsgefühl war.

00:05:45: bei so einem großen Profi-Verein, wo von rund fünfzigtausend Leuten ins Stadion gehen.

00:05:50: Urke Göttlich war vor einem Jahr hier Präsident vom FC Sankt Paulien, haben wir genau dieses Thema eben auch schon gehabt.

00:05:54: und wir sehen immer wieder Fußball kann etwas was viele andere nicht mehr können.

00:06:01: Hast du ...

00:06:02: Du bist ja auch Fan.

00:06:03: seit Ewigkeiten wüsste ich nicht, wie aus einer Management-Laufbahn zur Union gekommen ist.

00:06:07: Aus dem Fan-Toum müssen wir gleich mal darüber reden.

00:06:10: Hat dich diese Klammer die da vereint?

00:06:12: Der bringt dich auch überhaupt in diese Laufbahn vom Verein gebracht?

00:06:17: Ja, ich steig mal ein bisschen früher ein und sage Boah, dass also der mein Einstieg mit zwölf Jahren bei Union war jetzt auch... Und es geht glaube ich vielen so gar nicht mehr so zwingend rein sportfachlich geprägt.

00:06:30: Ich bin ja sicherlich nicht nach meinem ersten Spiel weggegangen So einen tollen Pass möchte ich unbedingt noch mal sehen, sondern ich habe eigentlich gedacht dieses Gefühl möchte ich gerne wieder erleben.

00:06:43: Und da spielte dieses wenn auch unter vollkommen anderen Umständen ja unter einer gesellschaftlichen und dann technologischen Umstände.

00:06:52: aber das Spielte genau das nämlich zusammen zu kommen und eine bestimmte Form von Freiheit Freiheit von Konventionen, von Zwängen.

00:07:04: Von Verhaltensnormen spielt schon eine große Rolle.

00:07:07: und ja Fußball wird oft auch ein bisschen aufgeladen mit Themen und ich verstehe dass das zum Beispiel doch relativ viele Fußballfans ein bisschen inzwischen allergisch darauf reagieren wenn es so einen pädagogischen Ansatz hat.

00:07:23: den meine ich auch explizit nicht wenn ich darüber rede was für mich diese Klammer bedeutet Denn es geht eben genau darum nicht irgendwo hinzukommen, um wieder belehrt zu werden oder aufgefordert zu werden.

00:07:38: Sondern vielleicht einfach nur zu erleben und zu fühlen und zu sehen.

00:07:42: hey ich kann übrigens tatsächlich auch mit vielen anderen Menschen mindestens mal eine gewisse Zeit lang gut auskommen ohne mich jetzt dafür zu interessieren ob sie Fleisch essen oder nicht Autofahren oder nicht schonmal ne Kreuzfahrt gemacht haben oder nicht und so weiter.

00:07:58: Man kann aber menschseinmatisch durch.

00:08:01: Das ist ganz wichtig, weil auch mal ein bisschen loslassen.

00:08:05: Was man beim Fußball ja besonders gut kann, wenn das Spiel aufregend ist hat man neunzig Minuten plus X keine Zeit über irgendetwas anderes nachzudenken als dem was herab passiert zuvor.

00:08:14: So ist es nämlich im Idealfall.

00:08:16: Hat doch was für Meditationen Wahrheit kommen!

00:08:20: Ja nein, also ich glaube das gehört dazu sich dann einfach auf etwas anderes einzulassen dem schon aber auch eine Richtung zu geben.

00:08:32: Ich gehe nicht einfach nur irgendwo hin mit irgendwelchen Menschen, um irgendwas zu tun sondern ich geh schon gezielt hin und die Menschen bleiben irgendwelche.

00:08:42: ein paar kenne ich meist auch weil die wenigsten gehen ja ganz alleine.

00:08:46: Aber das ganze hat auch ne Richtung.

00:08:47: und sich da auch miteinander einzulassen Und dann das gleiche Lied singen oder den gleichen Schlachtruf zu rufen so erzeugt glaube ich was bringt etwas zum schwingen in menschen.

00:09:01: Und jetzt kurz eine Werbung in eigener Sache.

00:09:03: Wenn du immer schon einmal bei den guten Gewinnen live dabei sein wolltest, hast du jetzt die Chance!

00:09:10: Am neunten Oktober wird es abends eine Live-Folge im Rahmen der Zoom Podcast Week in Düsseldorf gehen.

00:09:16: Ich freue mich sehr auf diesen Abend mit vielen von euch im Publikum und ganz besonders freue ich mich auf meinen Gast.

00:09:22: Es wird kein geringerer sein als Michel Friedmann.

00:09:26: Ich kenne Michel Friedmann schon viele Jahre und freue mich immer, ihn zu treffen.

00:09:29: Und mit ihm zu sprechen?

00:09:31: Ich bin mir sicher dass das ein sehr spannender Abend wird!

00:09:34: Wenn du Lust hast am neunten Oktober in Düsseldorf dabei zu sein sind Karten ab sofort unter zon-podcast-week.de erhältlich.

00:09:44: ich hoffe wir sehen uns in Düsseldorfs.

00:09:47: Du hast jetzt diesen langen Weg bei Union schon gemacht vom Fan an der Mittellinie den Achtzigern Über Stahl- und Sprecherpresse-Sprecher, Geschäftsführerkommunikation.

00:09:58: Jetzt die Stiftung noch dazu über, die vielleicht dringend nochmal reden müssen... Was hat das erste Spiel, dass du an der Försterrei, in Alpenförsterrei gesehen hast mit dir gemacht?

00:10:10: Das war im Herbst, neunzehnundzechsund achtzig.

00:10:12: Der erste FC Bayern hat in der DDR Oberliga gegen den FC Vorwärts Frankfurt in Klammern oder gespielt.

00:10:19: Ich spiel es eins zu eins ausgegangen Und das war so ein.

00:10:25: Ich hatte so etwas vorher noch nicht erlebt.

00:10:28: Ich habe vorhin ein bisschen über die Freiheit von Konventionen, von Zwängen und so weiter.

00:10:33: Man trifft ja nicht so oft erwachsene Menschen, die irgendwie singen... Also außerhalb man sinkt in einem Chor aber das ist was anderes.

00:10:41: Die sich um Hals fallen wenn irgendwas passiert, was Freudiges und so.

00:10:45: also diese ganze Art des In-Contact Commons Aber auch der Ausdrucksform Heute vielleicht kommt es manchmal vor sogar noch mehr als damals sind ja sehr beherrscht, sehr kontrolliert.

00:11:02: Jeder beißt sich auf die Lippen versucht auch möglichst nicht angreifbar zu sein oder sich angreiftbar zu machen.

00:11:09: Das entfällt größtenteils in einem Fußballstall und du kannst mal laut fluchen... Und das war also für einen zwölfjährigen Jungen damals der ich war.

00:11:23: Das hatte ich nicht, doch wusste ich nicht dass es so was gibt.

00:11:26: Und das war einfach sehr schön.

00:11:28: und zu dem Spiel war ich mit meinem Vater.

00:11:31: Der war aber gar nicht so ein regelmäßiger Stadiongänger.

00:11:33: Das war eigentlich eher so ein... weiß auch nicht aus Versehen!

00:11:37: Und danach bin ich dann viel mit meinen Kumpel sind wir nach der Werden-Samstags noch Schule und sind dann oft nach der Schule.

00:11:43: Ich habe dann so nach und nach die Jungs aus meiner Klasse überzeugt auch mal mitzukommen und dann sind wir da immerhin so ja?

00:11:49: Und es hat Spaß wenn einmal irgendwann angefangen Und auch hier so kiloweise Zeitungspapier zu zerreißen, wenn man so Schnitzel hat die man in den Luft werfen kann.

00:11:57: Wenn man immer in den Toy fallen ist und so zurück.

00:12:02: Nein also das war ein Momentum einer Art von Freiheit für diese irgendwie Räume braucht.

00:12:12: und das Stadion ist so ein Ort und ich glaube ein großes Festivalgelände.

00:12:17: bei einem Musikfestival ist es vielleicht auch manchmal.

00:12:20: Auch da sieht man ja Wie das, also wie die großen Festivals dann auch Jahr für Jahr zehn tausende Menschen anziehen.

00:12:28: Manchmal sogar schon im Vorfeld wenn noch gar nicht klar ist wer da überhaupt dann insgesamt spielt.

00:12:33: Die Leute haben so eine innere, glaube ich auch so ne Sehnsucht nach Gemeinschaftserlebnissen, die möglichst wenig pedagogisiert sind, wenig reglementiert sind.

00:12:49: Jetzt haben wir gerade erfahren, dass Steuern ist ein Ort der Gemeinschaft und auch der Freiheit.

00:12:53: Genial!

00:12:54: Ich liebe das.

00:12:55: Ich auch.

00:12:56: Also deshalb hat mich das auch nie losgelassen und bin hängig bis heute an dem Ort und natürlich auch an den Club als solch einem.

00:13:07: Jetzt hast du ja noch einen Sprung geschafft, der den meisten verwährt bleibt?

00:13:10: Die allermeisten werden schon nicht spontan eingewechselt und dürfen aus entscheidender Tor schießen wovon sie als Kinder noch träumen.

00:13:15: Das sind wirklich nur ganz wenige, denen das gelingt.

00:13:19: Und

00:13:19: das zweite ist dann irgendwie Trainer, Präsident, Manager oder auch Stahlionssprecher zu werden.

00:13:26: Wie ist da dein Weg dahin gekommen?

00:13:27: Dass du Stimme des Vereins holst?

00:13:28: Außer dass du eine sehr gute Stimme hast!

00:13:30: Danke schön.

00:13:33: Wie so oft im Leben braucht es irgendwie zweieinhalb Zufälle... Ich habe damals für eine große Kinokette gearbeitet und hab mehr oder weniger aus versehen weil ich nämlich eingesprungen bin für einen nicht anwesenden oder nicht eingeplanten Moderator, jedenfalls war keiner da.

00:13:52: Es war aber eine Veranstaltung im Zoperlast die moderiert werden musste und da haben sich fünf Minuten lange alle um den Tisch angeguckt bis ich sie gesagt habe ja okay ich probiere es so und das hat mir ein bisschen Spaß gemacht.

00:14:07: B hat es offensichtlich vor was ganz ok Habe ich A und B gesagt, dann kommt jetzt C. Sassen im Publikum auch Leute von Union denen nicht vorher die Karten besorgen?

00:14:18: Nein!

00:14:19: Es war ein großer Kart.

00:14:20: Also...

00:14:20: Und die kamen hinterher zu mir und sagten, ah, wir wussten gar nicht dass du sowas auch machst.

00:14:24: Könntest du ja eigentlich vorstellen Stadensprecher zu sein bei uns?

00:14:26: So hell, wir haben noch einen Stadendsprecher und der Verein wollte damals wechseln weiß nicht mehr warum genau.

00:14:33: auf jeden Fall habe ich dann gesagt na gut kann das schon probieren müsste es jetzt mal sicherlich mit meiner Familie und meinen Freunden besprechen, weil ich bin ja auch nicht alleine zur Union gegangen, sondern immer so in kleinere oder manchmal auch größerer Gruppe.

00:14:45: Und die haben dann gesagt, das ist doch cool, probier doch mal!

00:14:48: Dann habe ich gesagt, ja, aber dann kann ich nicht mehr bei euch stehen.

00:14:51: Alle sorgen ja, macht da nix.

00:14:53: Auch nett.

00:14:53: Aber ich glaube sie haben es nicht böse gemeint.

00:14:56: und so ist das dann gekommen.

00:14:57: und dann weiß man natürlich auch nicht, wir hatten damals ein bisschen... Daran kann ich mich erinnern, eine Fluktuation ähnlich wie es manchmal bei Trainern ist.

00:15:05: Es gab einen langjährigen Stadien-Sprecher der das dann nicht mehr gemacht hat oder nicht mehr konnte.

00:15:09: Danach gab's ein paar mal hin und her und manchmal muss eine Konstellation entstehen die dann irgendwie ein bisschen besser passt.

00:15:16: also es muss für die Leute ja auch funktionieren und scheinbar hat es das denn zwanzig Jahre sind sie jetzt schon... Oh Gott!

00:15:24: Ich glaube ich bin alt Solange das für alle in Ordnung ist und einen Spaß macht, wunderbar.

00:15:31: Aber das war halt wirklich... Ich hab nicht an einem Casting teilgenommen.

00:15:35: Ich habe sozusagen keine Aktivität ergriffen um das zu werden.

00:15:40: Und so ist das dann gekommen.

00:15:42: Versehentlich

00:15:43: im Zogverlass

00:15:44: moderiert?

00:15:44: Aus versehnem Vertretungsweise was gemacht und zack!

00:15:49: So spielteres

00:15:49: Leben.

00:15:49: Ja aber beim allerersten Mal hat es ein bestimmtes bisschen Pipi in der Hose oder?

00:15:55: Das war... Also mich daran erinnere, dann kann ich sagen es war ein Glück das nicht gleich das erste was ich machen musste in Spiel war.

00:16:06: Sondern da gab's erst mal so ein paar andere niedrigschwellige Einstiege.

00:16:10: zum eins zwar wir haben damals nochmal den legendären Trainer Georgi Vasiliev ein zweites Mal verpflichtet und als der seine erste Trainingseinheit gemacht hat waren tausend Leute da und standen um einen von Schnee freigeschobenen Kurzratenplatz.

00:16:25: Und da ist es auch vorher schon gut, wenn da mal jemand irgendwie guten Abend sacht und den Leuten die Leute bittet ein bisschen auf und was also so?

00:16:33: ja also das war dann so fing man vor Tausend an.

00:16:35: Dann kam der vierzigste Vereinsgebotssack am zwanzigsten Januar zwei tausenden und sechs und es war eine ganz kleine Veranstaltung so auf einem Parkplatz neben der neben der Geschäftsstelle damals.

00:16:48: Da waren ein paar hundert Leute.

00:16:50: Das erste Spiel war dann, ich habe das neulich mal nachgeguckt, ich glaube es war dann sogar erst im März weil jetzt konnte halt lange nicht gespielt werden, weil bitter kalter Winter war irgendwie und Schnee und dann ging's nicht usw.

00:17:02: Und was ich aber noch gut weiß ist dass es gibt doch so eine Wendung die heißt mir zittern die Knie wenn man so aufgeregt ist.

00:17:10: ja und ich kann mich daran erinnern wie als würde ich neben mir stehen gedacht habe krass Das gibt's wirklich, mit Zittern ja wirklich die Knie.

00:17:21: Ich hab einfach gewackelt und dann habe ich mich also reingegrooft mit den Leuten zusammen auch so dass man irgendwann mal ein bisschen was verabredet hat.

00:17:31: Damit war das Stadion zwar für Viertklassigkeit, das muss man auch noch sagen da waren wir schon sportlich auf dem Tiefpunkt.

00:17:40: Da war es nicht ganz so voll wie es jetzt ist aber da haben sich die Dinge so entwickelt.

00:17:46: Okay, wollen wir das so und so machen?

00:17:48: Und dann konnte man es einfach... ...einfach so besprechen sozusagen.

00:17:51: Und diesen Ansatz habe ich eigentlich versucht beizubehalten also nicht den Leuten immer nur was zuzurufen sondern im Grunde Teil der gesamten Gruppe zu sein.

00:18:02: Du bist ja auch Musiker!

00:18:04: Aber das ist wirklich blutige Amateur-Sache ne?

00:18:08: Also reines Hobby.

00:18:10: Ich

00:18:10: will nur einen Zufall.

00:18:12: Nicht dass hier jemand Wunderdinger, aber

00:18:16: hat er diese Amateurmusik geholfen mit der anderen größeren Bühne?

00:18:20: Hundertmal fünfzig Meter klarzukommen.

00:18:23: Bisschen schon also dieses Vor vor Menschen zu sprechen so damit geht es ja mal los.

00:18:29: okay ich stehe jetzt hier und sage jetzt was oder singen wir's vor?

00:18:34: das lässt sich dann irgendwann skalieren sozusagen und Es gibt viele viele die sowas tun die dies beschreiben.

00:18:45: Je größer es dann wird, desto weniger schlimm ist es.

00:18:48: Weil man irgendwann gar nicht mehr einzelne Menschen sieht sondern eine Menge.

00:18:56: So ganz würde ich's nicht beschreiben weil es mir immer noch so geht dass wenn ich die Aufstellung zum Beispiel mache vor dem Spiel dann glaube ich auch so ein Stück übers Feld und an den Menschen entlang... Es ist nahezu unvermeidlich das auch immer wieder mal Blickkontakt entsteht und jemand das Gefühl hat jetzt hätten wir gerade Blickkonto und dann winkt er oder so.

00:19:15: ja Kann ich aber nicht zurückwinken, weil ich das Mikrofon halten muss.

00:19:20: Ja, aber ich glaube ... Das hat schon ein bisschen geholfen, ne?

00:19:23: Ich hab mal die Frage bekommen, ich saß fast so lange her.

00:19:26: Im Jahr zwei tausendneun saß ich bei Werbe-Millionär auf dem Stuhl und dann da wurde auch gefragt wie war denn das vor sechsundhalb Millionen Leuten?

00:19:34: Keine Ahnung!

00:19:36: Weil am Ende waren es einfach nur Kameras und das Schlimmste war für mich das Grunde auch von mir.

00:19:39: Die eine Person war schon vollkommen overload für mich, aber nicht die sechseinhalb Millionen, weil die habe ich einfach nicht mehr wahrnehmen können.

00:19:45: Aber du bist auf den einzelnen Stuhl gekommen, oder?

00:19:47: Auf

00:19:47: DEN einzelnen stuhl bin ich gekommen.

00:19:49: Ich glaube es gibt ja wahrscheinlich doch relativ viele Menschen in Deutschland die denken A. Das wäre eigentlich mal interessant so und dann hat wahrscheinlich auch jeder von uns redet immer mit diese Runde wenn man versucht da draufzukommen und dann sagt das ganz einfach zack cbad So!

00:20:10: Es war so lustig.

00:20:11: nachmittags beim Warm-up habe ich beide Male diese Auswahlfrage gewonnen und dann sagte der Typ, das war mal abgemacht auch schon zu mir.

00:20:17: Sie sind jetzt der fasteste Mann im Raum.

00:20:19: aber machen sie sich keinen Hoffnung noch nie hat jemand den Nachmittag zwei Mal gewonnen, hat abends noch

00:20:22: gewonnen.

00:20:23: Ja toll!

00:20:25: Dann spielte der Typ vor uns auch so ewig dass auch klar war es kommt sowieso nur einer auf dem Stuhl.

00:20:29: und damals waren's noch zehn in der Auswahlrunde.

00:20:32: Und da kam eine Frage die war wirklich fand ich relativ einfach weil der Geografiefall passt alles ganz gut für mich und man sah dann sogar ein Fernsehbild.

00:20:38: später.

00:20:40: Man sieht die Zeit, was wir da geklickt haben.

00:20:42: Wie ich selber anfing mein Hemd gerade zu ziehen und mich schon mal fertigzumachen weil ich war mehr vollkommen sicher, ich komme jetzt auf den Stuhl.

00:20:47: So kam es dann auch...

00:20:50: Ja gut!

00:20:51: Stark wie weit ging's denn?

00:20:52: Darf' ich das fragen?

00:20:54: Das ist ja leider sowieso alles ergoogelbar.

00:20:57: Ich bin da auch rein genau mit diesem Gedanken von ich tippe mal so mit und wenn man da sitzt merkt man plötzlich dass es nicht mehr konsequenzlos sondern jetzt einmal schnell falsch tippen und du bist raus Und plötzlich macht es dann doch irgendwie alles mehr Respekt, diesen Jauch davor sich zu haben und in diesem Stuhl sitzt mit Zwei Hundert Gästen.

00:21:12: Ich war plötzlich sehr viel unsicherer mit allem als ich's vom Fernseher mal war.

00:21:17: Ich hab meine Joker alle bis sechzehn tausend Euro verbraten auf die Sechzehntausende wie grad noch so rauf gerettet.

00:21:23: Habs so rumgerannt... Das war damals die Grenze oder?

00:21:25: Genau

00:21:25: das war damals der Grenz hier.

00:21:26: Den

00:21:26: gab´s ja noch nicht.

00:21:27: Den gabs grade neu aber ich habe ihn nicht genommen.

00:21:28: Ich habe den nicht verstanden glaube ich.

00:21:32: Getrickst, indem ich irgendjemand zu dir auch sagte.

00:21:33: Aber ich wusste es wie immer von den Zwischen den beiden die da waren und hab irgendwas so halb getippt.

00:21:36: und sagst du mir, wie guckt denn meine Freundin?

00:21:38: Und dann guckte er so hoch und sagt ihr muss dir das bloß nichts sagen und sagt ja dass sie guckt ganz entspannt.

00:21:42: und der wusste okay, dann ist das wohl richtig, dann nehme ich das auch.

00:21:45: Die weiß das ja!

00:21:46: Ich habe dann sechzehntausend gewonnen.

00:21:47: bei der Zwei- und Dreißigtausend Euro Frage war ich in einer neuen Sendung nicht mehr ganz bei mir, dementsprechend habe ich's leider verkackt.

00:21:56: Ja, also kommen schon mal großartige Erfahrungen.

00:21:58: Hat total Spaß gemacht!

00:21:59: Ich erzähle das alle.

00:22:00: siebzehnte Podcast-Folgerzätegeschichte nochmal neu.

00:22:03: Falls ihr noch nie zugehört habt... Okay,

00:22:05: sehr gut.

00:22:07: Eisern ist das Leben nach Union auszurichten.

00:22:09: hast du mal gesagt?

00:22:11: Wie viel Leben hast du denn an dem Union?

00:22:17: Ich denke darüber gar nicht so viel nach, weil es so.

00:22:23: deshalb falls man auch schwer mit so Begriffen wie Work-Live Balance zu arbeiten, weil es ja so klingt als wäre das eine und das andere.

00:22:31: Ich glaube damit geht oftmals das Problem schon los.

00:22:35: wenn man also das was man arbeitet und sein eigenes Leben als etwas getrennt ist betrachtet ich glaube dann wird's kompliziert.

00:22:46: Das sagt sich aber natürlich leicht wenn man für seinen Lieblingsfußballverein arbeitet.

00:22:49: Ich verstehe schon, dass das vielleicht möglicherweise für andere Berufsgruppen etwas schwieriger ist.

00:23:17: auch immer noch ein bisschen selbst Musik zu machen, weil das den Vorteil hat dass alle anderen heutzutage zur Verfügung stehenden technologischen Möglichkeiten und Verlockungen ausscheiden.

00:23:33: Ja wenn ich in einem tollen Konzert stehe und mir einen Künstler anhöre und denke boah jetzt möchte ich eine Erinnerungsfoto machen dann macht man ja einen Wald vierzehn oder so, weil man immer denkt ah nee da ist jetzt noch ein bißchen unscharfe war die Beleuchtung schlecht Und schon ist man wieder irgendwo mit abgelenkt.

00:23:49: Wenn man selber Musik macht, wenn ich eine Gitarre um habe und vor einem Mikrofon stehe... Ja dann geht nichts mehr anderes.

00:23:58: Das hat unser ehemaliger Trainer aus Fischer übrigens mit dem Fliegenfischen mal so beschrieben.

00:24:01: Es ist genau so.

00:24:04: Dann ist es vorbei und dann ist man wirklich frei!

00:24:07: Also das sind so Lesen, Musik, das sind meine Themen, um einfach auch immer wieder frische Luft in den Kopf zu kriegen

00:24:17: Es braucht es ja auch, ne?

00:24:18: Also so sehr man eine Leidenschaft haben kann und den Ding einfach super gerne macht.

00:24:22: Braucht zwischendurch mal Entspannung über irgendeinem Weg.

00:24:27: Halt ich auch... also vielleicht gibt's doch Menschen die ins Nichts-So geht aber mir geht's auch so.

00:24:31: deshalb bin ich dann auch nicht so empfänglich für wenn alles so auf Fußball bezogen wird.

00:24:39: Jetzt erleben wir das ja gerade wieder ist Fußball für M und vermutlich haben ungefähr Und dann haben wir jetzt, der Werbeagenturin in Deutschland ihren Kunden gesagt.

00:24:48: So ein Fußball-WM, da müsste man irgendwie was mit Fußball machen.

00:24:50: und jetzt rollt ständig irgendwo einen Ball lang und am Ende ist es doch eine Versicherung, eine Bratwurst oder ein Campingstuhl oder so.

00:25:00: Wir zeigen ihn an Brandsband diesen Sechsten auf!

00:25:02: Wir beide wissen noch nicht wer Weltmeister wird?

00:25:03: Die Leute die uns jetzt zuhören werden schon wissen wer WeltMeister ist.

00:25:06: Das ist spannend.

00:25:06: Es ist

00:25:07: witzig, es ist so ne Raumzeitauflösung und so.

00:25:10: Schreibt's

00:25:11: uns in die Kommentare vielleicht erfahren wir das dann jetzt.

00:25:14: Vielleicht kriegen wir das aber irgendwie gematcht, dann können wir noch ein paar Wetten platzieren.

00:25:19: Das eine ist ja der Stallionsprecher und das andere ist der Geschäftsführer.

00:25:23: Es sind ja zwei eigentlich sehr unterschiedliche Arbeitsbereiche.

00:25:27: was erfüllt dich mehr?

00:25:32: Das Eine ist ja sehr spieltagsbezogen es findet im Grunde alle vierzehn Tage statt.

00:25:38: wenn ich auch cool eine Antwort anzufangen mit wenn nicht ehrlich bin also Alles in einem Fußballverein ist auf Spieltage ausgerichtet.

00:25:52: Logisch, weil das ist ja der Zweck des Ganzen und am Ende geht es darum, Fußballspiele auszurichten.

00:25:58: Das soll und das gerne so wie wir das gerne mögen, wie es uns Spaß macht dass sie wenn eine Eindruck haben die Leute freuen sich darauf auf den Spieltag usw.. Ich kann ja wenig dazu beitragen ob der Ball am Ende ins Tor geht oder drüber aber ich habe einen Teil davon Und deshalb ist natürlich dieser Spieltag immer wieder ein Höhepunkt des Arbeitslebens, insbesondere einen Heimspieltag in meiner Funktion.

00:26:24: Parallel dazu macht es aber auch Spaß über Kommunikationswege und Möglichkeiten nachzudenken rund um so einen Verein denn am Ende ist fast jeder große Fußballverein – das trifft auf uns zu – auf Union.

00:26:38: Natürlich besteht noch aus ganz vielen anderen Themen die eben nicht nur die Spiele der beiden Profimannschaften, Männer und Frauen.

00:26:46: Dann gibt es noch Nachwuchs, dann gibt's aber auch ganz viel Vereinsleben in dem gar kein Ball rollt.

00:26:52: Und das Ganze immer wieder so abzubilden, dass die Menschen sich wiederfinden... Dass auch vielleicht andere, die mal drauf gucken sagen, oh, finde ich ja interessant, weil wir für gar nicht gewusst... Das macht einfach Spaß!

00:27:10: Im Arbeitsalltag, abseits des eigentlichen Spieltages ist es auch schön.

00:27:15: Ist auch eine schöne Aufgabe.

00:27:17: Was war der beste Rat den du jemals bekommen hast?

00:27:23: Ui!

00:27:24: Das... das gar nicht so einfach weil am liebsten hätte ich jetzt dass sich so ne Szenerie vor Augen habe wie das jemand zu mir gesagt hat.

00:27:33: Ja dummerweise auch wenn ich jetzt schon halbe Minute rede fällt mir diese Situation nicht unbedingt ein.

00:27:42: ja aber was, glaube ich... Was sich aus dem Elternhaus, also auch aus der Familie so mitgenommen habe ist das Thema sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und ein bisschen auf die eigene Intuition immer wieder zu vertrauen.

00:28:02: Es muss sich für einen selbst erst mal gut anfühlen.

00:28:06: Das ist das Aller erste.

00:28:07: wenn man schon losgeht und das Gefühl hat Boah, weiß jetzt nicht so dann wird es ganz selten gut.

00:28:16: Und das ist was, was ich versuche immer wieder auch zu beherzigen.

00:28:21: Wenn nicht... Es kommen immer wieder mal selbst in der Funktion als Sprecher gibt's mal neue Aufgaben plötzlich.

00:28:29: Wir hatten in diesem Jahr sechzigjähriges Vereinsjubiläum.

00:28:31: Das war ursprünglich mit einer großen mittleren Versammlung geplant.

00:28:35: Dann wurde das aber so groß weil sich viele Menschen angemeldet haben dass wir das ein bisschen getrennt haben und dann war es ein reiner Festakt musste ich durch so einen Abend führen wie ein Konfrencier.

00:28:45: Und dann gibt es jemanden, der das produziert und dann gibt's ein Regisseur des Abends

00:28:51: usw.,

00:28:52: er sagt mach mal das so!

00:28:55: Und in dem Fall gab es aber jemandem, der zu mir gesagt hat kümmer dich um nicht darum.

00:29:02: wo siehst du jetzt eine Kamera?

00:29:04: Wo steht jemand?

00:29:05: Ob du im Bild bist oder nicht?

00:29:06: Das machen alles wir.

00:29:07: Mach Du!

00:29:08: Mach du, wie du dich wohlfühlst und das ist eigentlich noch mal so eine Bestätigung gewesen.

00:29:12: Dafür dann einfach der eigenen Eingebung auch zu folgen?

00:29:20: Ja, habt ja viel geschafft die letzten Jahre zur zweiten Liga in die Bundesliga.

00:29:26: Klasse gehalten also klasse extrem gut gehalten.

00:29:29: internationales Geschäft Champions League Dann wieder ein Stück weit zurück Klassenkampf wieder gehabt Mittelfeldplatz ein lauteres Auf- und ab die letzten zehn Jahre.

00:29:39: Ja, aber Gesamtrend natürlich sehr viel aufwärts gegenüber dem, wo man früher stand.

00:29:45: Was macht das mit so einem Verein der für sich eine sehr klare Eigenidentität als andersartiger Verein hat?

00:29:52: Wenn er plötzlich in diese Liga dieser Leberkusens Dortmunds Hoffenheim nimmt heraus Leipzigs dieser Welt plötzlich schafft.

00:30:03: Ich fange mir diesen Begriff der Andersartigkeit an.

00:30:08: Der ist ja eigentlich eine Beobachtung von außen und eine Art Zuschreibung von Außen.

00:30:14: Denn das funktioniert ja nicht so rum, dass wir gucken was andere machen und dann sagen So!

00:30:23: Und weil die es so machen, machen wir das jetzt anders.

00:30:26: Sondern das ist was ich schon beschrieben habe.

00:30:28: dieser Art inneren Stimme klingt ein bisschen pathetisch aber also er ist so zu gestalten wie man selber auch das Gefühl hat.

00:30:39: So ist das schön.

00:30:42: Was brauche ich dafür, damit es schön ist?

00:30:44: Und was will ich vielleicht auch Exxon nicht haben, damit ich's schön finde?

00:30:49: Da macht man was daraus und stellt hinterher guckt einer an und sagt ja wieso habt ihr eigentlich keine Tormusik?

00:30:55: Wieso muss man die haben?

00:30:57: Nein aber ihr seid einfach die Einzigen in der ersten oder zweiten Liga, die keiner haben.

00:31:03: Also wir haben nur das Gefühl wir konnten uns schon immer gut über ein Tor einfach so freuen.

00:31:08: Wir brauchen weder ein Lied, damit wir alle im gleichen Tag klatschen oder so.

00:31:11: Sagen wir einfach spontan, der eine wirft seinen Becher in die Luft und der nächste fällt dem Nachbarn um den Hals und so.

00:31:17: Das geht von ganz selbst.

00:31:19: So ja?

00:31:19: Und dann gucken alle uns an und sagen achten wir haben wieder was anders.

00:31:22: Aber wir haben das nur so gemacht wie wir es empfunden haben.

00:31:26: Wenn man dann... bevor wir aufgestiegen sind manchmal Auswärtsfahrten in einer zweiten Liga-Auswärterreise genutzt mir mit meinem Kleinen Kommunikationsteam.

00:31:40: Einfach mal Bundesligaspiele aus der Perspektive, die dort arbeiten in den Kommunikationskollegen anzuschauen.

00:31:46: Zum Beispiel ja nämlich recht gut auf einer Fahrt nach Karlsruhe mit Zwischenstationen in Mainz gemacht und uns Mainz gegen Werder Bremen angeschaut.

00:31:54: und dann spielte dort bei Werder Bremm ein toller Spieler namens Max Kruse.

00:32:01: Der dann irgendwann einfach mal unser Spieler war und solche lustigen Sachen kamen anzustanden.

00:32:07: Du wolltest

00:32:08: Kommunikation, denn nicht Spieler einkaufen!

00:32:10: So... Und dann hat man einfach mal so ein bisschen mit geguckt okay was unterscheidet ist eigentlich wie fühlt sich das an?

00:32:16: Was machen die?

00:32:18: Warum machen sie das so und nicht anders usw.. Am Ende weiß man jetzt ok es gibt übrigens ganz viele Kombinationen die möglich sind.

00:32:28: ja Vereine, die man auch immer schon ganz nett fand und dann arbeiten auch super nette Kollegen.

00:32:35: Da gibt es Vereine die fand man vielleicht immer ein bisschen langweilig oder nicht so nett.

00:32:41: Und da arbeiten aber auch tolle Kollegen mit denen man sich super gut verstehen kann über uns auch wenn man den Verein trotzdem nach wie vor nicht so mag.

00:32:49: Auch da ist es schön einfach wir sind tatsächlich über also liegerübergreifend erst und zweite liege alle recht eng miteinander verbunden.

00:32:57: die die kommunikationskollegen der vereine tauschen uns ab und zu aus.

00:33:02: jeder hat auch irgendwie so zwei drei telefonnummern wo er war.

00:33:05: wenn ich mal ein thema habe den und den ruf ich mal an und fragte mal wie die das gelöst haben.

00:33:11: Also das macht dann macht schon auf diese weise auch spaß und gleichzeitig sieht man weiterhin jede menge dinge wo man denkt ach Finde ich gar nicht mal so toll, würde ich so bei mir nicht machen.

00:33:28: Das macht es doch auch aus dass das nicht so uniform ist, dass alle exakt gleich ihre Stadionamen verkaufen, exakt Gleiche beim Verkaufen finde

00:33:35: ich total wichtig die Unterschiedlichkeit Fußball auch als regionales Geschehen zu betrachten und zu sagen Das muss bitte jeder und dieser Freiraum sollte auch möglichst groß sein, wenn überall die gleichen Lieder gespielt werden.

00:33:52: Die gleichen Fahnen geschwenkt werden.

00:33:55: Und du am Ende angenommen machst den Fernseher an und weißt eigentlich gar nicht in welches Stadion jetzt geschaltet worden ist.

00:34:01: Es wäre schon fatal glaube ich.

00:34:03: Also die Unterschiedlichkeit wie man das organisiert.

00:34:06: gibt es mehr Stehplätze, gibt's mehr Sitzplätze?

00:34:09: Wie sieht das aus?

00:34:11: Das halte ich für ganz, ganz wichtig und da sind wir auch zum Beispiel wie selber überhaupt nicht missionarisch unterwegs.

00:34:20: Also wir sagen jetzt zum Beispiel nicht okay wenn Tormusik ist scheiße nehmt ihr alle weg oder so.

00:34:25: ja nur um bei diesem Beispiel zu bleiben sondern nein wenn es woanders die Menschen mögen warum denn nicht?

00:34:33: So alles in Ordnung aber Differenzierung im Angebot finde ich ganz ganz wichtig.

00:34:39: Alles andere würde mir auch irgendwie seltsam vorkommen muss ich sagen.

00:34:43: Ihr habt ja ein besonderes Gemeinschaftsgefühl in eurer Fanbase.

00:34:47: Das ist schon sehr speziell, was es dabei gibt.

00:34:49: Nimm mal das Beispiel dieses legendäre Weihnachtsingen oder auch den gemeinsamen Bau am Stadion damals wo alle mit angepackt haben und Schuckkarn und Schaufeln gekommen sind und klar nachplänen, nicht jeder wieder wollte aber nachplähnen dann eben mit geholfen haben zu bauen um einfach Geld zu sparen.

00:35:04: Wie kann man das pflegen wenn man in so einer Volkslauf kommt wie Union wird?

00:35:09: Da steckt doch eine riesen Gefahr dran dass es plötzlich kippt oder

00:35:13: Verstehe... Also, ja.

00:35:18: Ich sag mal so, das wurde auch ein bisschen ironisch begleitet als wir uns dem erst liege Aufstieg näherten bzw eher in der Saison davor wo es dann aber doch nicht geklappt hat.

00:35:30: Da tauchte so'n Banner auf.

00:35:31: Das ist vielfach etwas zu doll interpretiert worden Aber da stand irgendwo plötzlich Scheiße.

00:35:37: Wir steigen mal auf Bis heute aber also wie so oft und ich glaube das ist sogar Auch so ein Berlin-Ding, was außerhalb dann oft ein bisschen ... Achts, die wollen das gar nicht in weit.

00:35:48: Oder sie haben so eine Angst und so eine ... So eine Angst war es jetzt auch wieder nicht wie man dann sehen hat als es passiert ist.

00:35:53: Sondern da war die Freude schon riesig!

00:35:55: Aber dieses... Was damit schwingend ist ja klar, diese ... Die Angst davor ist dass sich etwas Liebgewonnenes durch äußere Umstände deren Wirkung man noch nicht so richtig klar erkennen kann.

00:36:11: So stark verändert, dass ich es möglicherweise nicht mehr so lieb habe wie die Lieblings-Band, die ich noch in einer Columbia Halle gesehen hab und jetzt aber so groß ist das sie nur noch im Olympiastadent spielt.

00:36:26: Und ich habe die noch von ganz nah dran gesehen und jetzt sehe ich sie weit weg.

00:36:31: Da gab's ein bisschen mehrere Elemente, die... Wie soll ich sagen?

00:36:36: Es gibt bei uns so'n geflügeltes Wort Kein Schaden ohne Nutzen.

00:36:40: der schaden war viel zu wenig.

00:36:43: leute können nach wie vor Spiele unserer männermannschaft in einer alten fasserei einer bundesliga sehen.

00:36:50: Es ist ein riesen stress.

00:36:51: keiner kann einfach mal seine freunde mitbringen oder seine familie man muss da ewig um die karten werden verlost und so weiter.

00:36:57: das ist Sowohl für uns wirtschaftlicher nachteil also einen schaden als auch stresst für alle dies mit union halten So der nutzend daran war.

00:37:06: es konnten nicht plötzlich einfach dreißig tausend leute mehr erscheinen die sagen ach das soll ja so super da sein.

00:37:13: das gucke ich mir mal an.

00:37:14: und wenn es vorher zwanzigtausend sind jetzt sind's fünfzigtausende als ich tausenden gucken.

00:37:18: nur mal wie toll die zwanzige tausende machen dann ist es zack nicht mehr so nicht mehr.

00:37:24: So heißt also dass dieser effekt hat nicht stattgefunden sondern das war ein.

00:37:33: Also, es war schon in der zweiten Liga ausverkauft und jetzt gehen wir mal alle in die erste Liga so und gucken.

00:37:38: Das war also dieser Schock der kulturellen Veränderungen ist so nicht eingetreten zum einen aufgrund der äußeren Umstände zum anderen weil wir dies am Ende gemeinsam machen auch im Verein in der Vereinsführung beispielsweise.

00:37:56: Auch noch die gleichen sind wieder vor und wenn wir Dinge vorher so organisiert haben zusammen mit den Menschen, wie uns das gut gefällt.

00:38:07: Dann wäre es ein bisschen verblüffend wenn wir jetzt nur aufgestiegen sind und plötzlich was ganz anderes viel besser gefällt dann hätten wir es ja vorher auch schon machen können.

00:38:16: Heißt also dieser Riesenschock ist so nicht eingetreten?

00:38:21: Wir hatten dann bestimmte andere Umstände die europäischen Qualifikationen, Conference League.

00:38:25: zu der Zeit gab's dieses Stehplatzprogramm der UEFA noch nicht.

00:38:30: Das heißt wir mussten für die Conference League Zwingend ins Olympia-Stadion.

00:38:34: Da haben schon ein paar mehr reingepasst, dann war irgendwie Corona.

00:38:37: trotzdem durften, dann glaube ich so dreißig tausend oder sowas kommen im Olympia Stadion und mussten entsprechend Platz lassen usw.

00:38:45: Dann später auch nochmal das Thema Champions League im Olympiastadion weil wir einfach wollten dass zumindest jedes Mitglied wenigstens eines dieser Spiele sehen kann.

00:38:56: und dann war es aber dreimal ausverkauft.

00:39:01: Ja, den Wirkungsgrad die Reichweite eher allmählich ausdehnen konnten und es wird dann wenn wir jetzt das Stadion umbauen.

00:39:11: Dann für ein Jahr im Olympia-Stadion spielen in einem größeren Stadio nach einer Försterei zurückkehren.

00:39:17: Wird das auch so sein?

00:39:18: Das war also schon mit dem Beginn des Umbaues und dann im Olympiastadion schaffen mehr Leute einfach die Chance zu geben weil das ist schon wichtig!

00:39:30: Ich weiß nicht ob du darauf antworten darfst Tut das weh macht das was mit deiner Seele.

00:39:35: oder ist es besonders geile Olympia Stadion die Ansage zu machen?

00:39:42: Also Ich habe schon eine schon einmal eine Saison in einem anderen Stadionen gesprochen nämlich im jahrensportpark.

00:39:50: Da sind wir dann damals aufgestiegen.

00:39:51: jetzt können wir nicht weiter aufsteigen.

00:39:54: Es geht nichts über die alte Försterei.

00:39:56: Ja, dass das ist mal klar Und gleichzeitig also das olympiestein ist schon Ah, ist schon groß.

00:40:08: Ich arbeite weder beim selber Musikmachen noch beim Sprechen im Stadion.

00:40:13: ich arbeite nicht mit einem In-Ear Monitoring weil ich immer das Gefühl habe es trennt mich von der Umgebung und eine alten Försterei gibt dann so einen kleinen Zeitversatz weil man ja keine Boxen in Richtung des Spielfeldes hat sondern die Boxen im Stadeon schallen in Richtung der Zuschauer.

00:40:35: Dadurch hat man immer so eine kleine Verzögerung, mit der man sich selbst hört.

00:40:38: Das geht an eine alte Fasserei bin ich da absolut vertraut mit und es entsteht keinerlei Irritation draus.

00:40:45: für mich im Olympia-Stadion bei den drei Champions League Spielen war das am Anfang echt verrückt.

00:40:51: also dieses oh krass das ist noch mal ein Stück länger so und wir wahrscheinlich reden weil immer noch von umviel Millisekunden... Aber wird ja immer

00:40:59: wieder halbe Stunde!

00:41:00: Man hat das Gefühl man sagt was und drei Minuten später hört man sich nochmal Muss man sich ein bisschen darauf einstellen bei der UEFA, bei den UEFA-Wettbewerbens sowieso alles total reglementiert wo man da hingehen darf wie man sich bewegen darf.

00:41:14: Am Ende ist auch wurscht weil da wo Union Heimspiele austrägt Da gehe ich dann auch hin und spreche sozusagen.

00:41:23: Und das Schöne ist ja dass es Ein ein positiver Anlass ist weil wir endlich endlich die Stadion Erweiterung wenn sie werden wir ausziehen Bauen wir gleichzeitig, sonst ziehen wir ja nicht aus.

00:41:33: Logisch und das heißt man weiß schon dass in der Zeit was schönes passiert und wir danach in ein richtig tolles Stadion zurückkehren werden wo dann paar mehr Unionen reinpassen.

00:41:46: Ich habe von dir den Satz gelesen Wir werden das tun was wir immer getan haben Haltung bewahren Das hast du vor allem spiel gegen Leipzig mal gesagt.

00:41:55: Ist das

00:41:56: auch in schwierigen Momenten wenn es mal im Verein brodelt oder Dinge wie er sie in Rotterdam damals erlebt hat, als ihr von Juli ganz angegriffen worden seid.

00:42:05: Das Auseinandersetzung gab die Polizei einen komischen Auftritt gehabt hat.

00:42:09: Fans ein halbes Spiel lang nicht in Steuern gekommen sind.

00:42:12: Fällt das dann immer noch schwer Haltung zu bewahren?

00:42:15: Oder ist es einfache Haltung haben wenn's ohne Wind ist?

00:42:22: Dann ist es ja leicht!

00:42:23: Also wenn nix schwierig ist kann ich immer viel von Haltung gereden.

00:42:28: am Ende beweist es sich ja dann wenn man irgendwo durch muss, durch irgendeine Form von unangenehmer Situation oder Konfrontation mit einer anderen Sache.

00:42:42: Insofern stellt sich die Frage für mich gar nicht so richtig weil Haltung immer dann erst gefragt ist.

00:42:54: Ich kann Haltung ansonsten sehr schön vor mir hertragen als nettes Accessoire Aber das ist nichts wert.

00:43:03: Wir sind daher auch ein bisschen allergisch, wenn es um rein symbolische Dinge geht.

00:43:13: Hier was leuchten und dann alles schon gab im Fußball gelbe Schnürsenkel gegen den Hunger auf der Welt usw.

00:43:19: Das ist alles so... Was soll das sein?

00:43:26: Diese Überhandnahme von Zeichen setzen?

00:43:31: Ich habe das vorhin schon mal, glaube ich gleich am Anfang gesagt so dieses wenn es so pädagogisch und belehrend wird.

00:43:38: Und jetzt machen wir alle das und jetzt zeigen wir alle dass das und jenes so und so sein soll.

00:43:44: Das gehört zu den Dingen mit denen werden nicht so richtig was anfangen können.

00:43:47: So die Frage die sich immer stellt ist Können wir etwas konkret tun?

00:43:53: Dann gerne ja dann oder reichen unsere Mittel nicht?

00:43:58: Das kann ja auch mal die Antwort sein.

00:44:00: Ich kann nichts konkret tun, aber dann halte ich mich vielleicht lieber zurück mit großen verbalen Äußerungen weil sie sind oft leichter zu haben als wie gesagt tatsächlich etwas zu verändern.

00:44:15: Ist ja auch die Frage wenn ich Werte und Haltung durchgängig und konsequent habe und zeige ob ich dann diese PR Shows brauche?

00:44:24: Auch wenn Sie gut gemeint sind!

00:44:28: Manchmal wirkt.

00:44:29: Jetzt würde man auch in der Bundesliga oftmals eher eine gute Aktion machen, weil sie eine schöne PR-Wirkung hat als dass sie... ist es so gut bei Ernstgemeinzahl?

00:44:37: Ich glaube diese... am Ende leben wir ja auch in einer Mediengesellschaft die ständig versucht Botschaften zu transportieren, die Aufmerksamkeitsökonomie irgendwie.

00:44:50: jeder versucht da immer so seine Einzahlung auf sein eigenes Aufmerksamkeitskonto irgendwie auch zu kriegen.

00:44:58: Ich verstehe schon, warum sowas so oft versucht wird.

00:45:02: und gleichzeitig kann ich nur sagen mir begegnen zunehmend Leute die davon irgendwie nervt sind selbst wenn es um Sachen geht diese vielleicht selber sogar auch gut finden.

00:45:13: Und da muss man wirklich ein bisschen vorsichtig sein weil wenn man die leute irgendwie zu sehr nervt mit Dingen Ja am Ende kriegen wir sowas oft auch gesagt nicht Versteh das ja.

00:45:26: wenn Leute sagen so boah Jetzt komme ich doch extra schon ins Fußballstadion einfach, weil ich mal kriege die ganze Woche.

00:45:34: Krieg ich irgendwelche Botschaften vor und dann ist noch das auf der Arbeit und da jenes usw.

00:45:38: Und jetzt gehe ich einfach ans Fußballstadien und will mit meinen Kumpels treffen oder gehen mit meiner Familie.

00:45:44: Lass mich doch mal in Ruhe bitte!

00:45:46: So... Das kann ich gut nachvollziehen.

00:45:49: Und umutkeert gibt es Themen, wenn wir... Das kenne ich jetzt hier glaube ich gut.

00:45:59: passt glaube ich ganz gut, wenn wir über das Thema Fußball der Frauen reden.

00:46:02: Dann können wir viel über man müsste und so weiter und dann können wir gerne nachgucken wo in einer Sportberichterstattung der Fußball der frauen platziert ist.

00:46:13: ja wo finde ich es denn?

00:46:15: in den entsprechenden Fachmagazinen usw.

00:46:18: Und dann ist es uns lieber nicht viel zu reden und zu sagen okay Wenn dann machen wir es richtig, dann spielen die Frauen auch im gleichen Stadion.

00:46:28: Jetzt bauen wir das Trainingszentrum für Männer und Frauen gemeinsam bei der Profimannschaften werden dort einziehen.

00:46:33: Das sind für uns konkrete Dinge, die wir tun können mit unseren Mitteln, mit unserem... Wir glauben daran dass es die gleiche Berechtigung hat, dass Mädchen und Frauen selbstverständlich auch gerne Fußball spielen wollen und können.

00:46:52: Und wenn wir wollen, dass sich Leute dafür interessieren.

00:46:56: Dann muss es an Orten stattfinden die interessant sind dann muss es dort sein wo die Leute gerne hingehen.

00:47:01: Wir haben mit acht tausend zweihundert den höchsten Zuschauerschnitt bei Spielen von Frauen in Deutschland den zweithöchsten in Europa und finden da ist noch ganz schön viel Platz das schon ganz gut macht Spaß macht schon Spaß zu kommen.

00:47:12: ja man ist jetzt nicht so der erste dass sich auf den Weg zum Nordpol macht und ist da ganz alleine, sondern es ist ein schöner Nachmittag eine schöne Veranstaltung.

00:47:22: Da haben wir uns noch mal ein freies Feld wo wir sagen können hey kommt vorbei guckt euch Union an aber da können wir konkret handeln.

00:47:31: Das ist das was uns am meisten Spaß macht und liegt.

00:47:34: Christian magst du mir kurz fünf Sätze vervollständigen?

00:47:38: In der Öffentlichkeit beeindruckt nicht derzeit

00:47:47: Es könnte jetzt ne Person oder ne Sache sein

00:47:50: Was immer du willst

00:47:52: kurz überlegen.

00:47:56: In der Öffentlichkeit beeindruckt mich derzeit die große Fröhlichkeit der kleinen Teilnehmerländer und den Menschen aus diesen Ländern, was ich schon als Kind gemocht habe.

00:48:27: Meine erste WM, die ich live oder die ich bewusst mitverfolgt hab war Mexiko-Sexon-Achzig und dieses... Was erfahren über Land und Leute?

00:48:37: Ich habe kurz mal eine große Reportage über Curaçao beispielsweise.

00:48:41: Ich wusste nichts über dieses Land.

00:48:42: Und man kann über alles Mögliche schimpfen so viele Spiele und was weiß ich was alles.

00:48:50: aber wenn ich dann diese Begeisterung sehe Ich habe vor dem Fernsehen gesessen und mich an uns... Also es fühlte sich an wie Union gegen Bayern als Cap Verde gegen Spanien gespielt hat.

00:49:02: Und am Ende, ich dachte bitte, lass sie durchkommen mit den Null zu Null!

00:49:06: Und Sie haben's auch geschafft so.

00:49:10: Das ist toll, das beeindruckt mich wirklich, muss ich sagen.

00:49:13: Über Deutschland denke ich?

00:49:17: Denke ich an Deutschland in der Nacht.

00:49:19: Dann bin ich um den Schlaf gebracht.

00:49:21: Das heißt leider alles.

00:49:24: Der berühmte Heinrich Heine gesagt Über Deutschland denke ich, wie schwierig doch unser Verhältnis zu diesem Land irgendwie ist.

00:49:50: Und meine Ahnung jetzt bin ich fifty... Zwei in fünfzig im Wald.

00:49:55: Wir runden ab!

00:49:56: Scheinbar auch bleiben wird.

00:49:57: ja also ich merke das an mir selber Ich finde nicht rein nicht zu dieser gleichen Fröhlichkeit.

00:50:11: Ich gucke die anderen alle an und denke so krass, die rudernen Norweger nach links und rechts springen in Holländer usw.

00:50:17: Das macht mir irgendwie mehr Spaß als der Zug.

00:50:22: keine Bremsen.

00:50:27: Wir sollten mehr Wert legen auf

00:50:31: Freundlichkeit.

00:50:33: Der nachvolle Generation rate ich

00:50:42: nach einem, nach einer positiven Zukunftsvision zu suchen.

00:50:49: Ich erkläre es mal noch ein bisschen ich gehöre noch würde sagen zu einer Generation von Menschen die eigentlich aufgewachsen sind mit dem Gefühl wir kommen irgendwie voran als Menschheit.

00:51:02: Wir kommen aus finsteren Zeiten und arbeiten auf verschiedensten Wegen alle daran dass es irgendwie besser wird für alle Und irgendwie hat es irgendwann... Ich müsste länger darüber nachdenken, woran ich das konkret festmache.

00:51:21: Aber es hat so einen Bruch gegeben der zumindest in meiner Wahrnehmung dazu geführt hat dass eigentlich alle denken okay es wird alles nur noch schlechter und damit aber wie soll man so leben?

00:51:35: Also das kann dann... Man braucht ja irgendeine Art Idee davon wo wir hin wollen.

00:51:44: dass wir uns viel vertun im Moment, klar ich kann jetzt sagen in Deutschland erlebe es am meisten.

00:51:50: Ich weiß nicht wie es in anderen Ländern konkret aussieht aber zumindest deutet es darauf hin das auch dort ein Thema ist.

00:51:57: Wir vertun uns viel damit, dass wir so wenig solidarisch denken können.

00:52:04: Uns fällt immer noch jemand ein der eigentlich noch viel weniger hat als wir selbst dem aber das wenige auch nicht gönnen und Das ist eine Richtung, die uns zu nichts gutem führt.

00:52:17: Erleben wir ja jetzt... ...die wieder aufbrechenden oder die riesige Anzahl von auch kriegerischen Konflikten in der Welt?

00:52:25: Weiß gar nicht ob sie schon mal so hoch war vielleicht ja aber im Moment fühlt sich es ja so anders.

00:52:32: also ich denke da waren wir doch schon drüber hinweg über diesen Punkt.

00:52:35: Also Wir brauchen dringend eine Idee davon wo wir hin wollen.

00:52:41: Da passt da ja die fünfte Frage ganz gut dazu.

00:52:44: Morgen wird besser als heute, weil?

00:52:51: Weil wir das Potenzial der Menschheit noch lange nicht ausgeschöpft haben aber immer besser schließen.

00:53:01: Ihr habt die Stiftung Unionverein Schulter an Schulter, der du nun vorstehst.

00:53:06: Ihr hab den Slogan Der starke hilft dem Schwachen.

00:53:10: Was macht diese Stiftung, von der ich bis zur Vorbereitung ehrlicherweise nichts gehört hatte?

00:53:15: Das Alpen muss aber nicht heißen.

00:53:17: Ich weiß nicht alles.

00:53:18: Du machst

00:53:18: mich trotzdem ein bisschen traurig.

00:53:19: Weißt du was das Problem ist?

00:53:21: ja, ich lebe in Hamburg und nicht in Berlin.

00:53:23: Das kriege ich aus dem was in Berlin passiert so wenig mit.

00:53:25: Ich sitze hier immer nur moderier Podcasts... Und berate Leute!

00:53:29: Also,

00:53:29: was macht eure Stiftungen?

00:53:32: Unsere Stiftogen versucht an ganz vielen Stellen die Kraft, die durch den Fußball entsteht ein bisschen umzuleiten in andere Teilbereiche der Gesellschaft, wo ein bisschen Kraft fehlt und Kraft kann ganz unterschiedlich definiert sein.

00:53:51: Kraft kann ein bisschen Geld sein, Kraft kann einen Raum sein in dem sich eine Gruppe treffen kann, Kraft können organisatorische Hilfe sein, aus Gemeinschaft entstehen.

00:54:09: Und Kraft kann sich übrigens auch bilden, indem man Räume eröffnet in denen Menschen sich betätigen können.

00:54:16: Leute kommen zu uns und sagen Kann ich nicht irgendwas mithelfen?

00:54:19: Was schön ist?

00:54:20: Können wir nicht was Schönes gemeinsam machen?

00:54:22: Könnten wir doch ganz oft... Wir können nehmen etwas ganz einfaches.

00:54:26: Wir können zweimal im Jahr entlang unsere Stadions am Ufer der Wule ein bisschen aufräumen.

00:54:33: Mülleinsame Papier, bisschen Laubhaken usw.

00:54:36: Kost nix Macht Spaß, Leute treffen sich hinterher.

00:54:38: Da gibt es einen Getränk und eine Wurst... Und Leute hatten einen schönen Tag und haben das Gefühl, ich habe mal etwas beigetragen.

00:54:48: Es geht auch größer.

00:54:51: Vor kurzem oder jetzt gerade zu Ende gegangen eigentlich die... deutschen Special Games, also sportlicher Wettbewerb für Menschen mit geistiger Behinderung.

00:55:01: Wir haben in Saarland stattgefunden und wir haben mit der Stiftung dafür gesorgt dass die Teilnahmegebühren der Berliner Delegation komplett geleistet werden konnten so das niemand zu Hause bleiben musste nur weil er das nicht beitragen konnte.

00:55:19: Kiezersommer ein großes Straßenfest im Köpenick.

00:55:23: auch da haben In diesem Sommer mitgeholfen, da gibt es eine Übergangsphase in der Organisation.

00:55:28: Da gab's einen Verein, der jetzt irgendwie sich umstrukturiert und... Und jetzt brauchten sie aber in diesem Sommer jemanden, der ihnen über diese Zeit hinweg hilft.

00:55:38: Organisatorisch, aber auch ein bisschen mit finanzieller Unterstützung.

00:55:42: Auch das haben wir gemacht!

00:55:42: Also es gibt von ganz winzig klein bis tatsächlich richtig großen Dingen ganz viel wo wir mithelfen können.

00:55:50: Das ist die eigentliche Aufgabe des Fußballvereins als Fußball zu organisieren.

00:55:55: Jetzt gibt es ja viele Fußballklubs, die fanden das ist eine gute Idee.

00:56:00: Ist den Profifußball dann heraus zu lösen und in einer Kapitagesellschaft zu überführen?

00:56:08: Wir haben uns für den umgekehrten Weg entschieden gesagt der Fußball ist ja der Kern unseres Vereinszwecks.

00:56:14: Das steht ja in Ersatzung dafür gibt's wir heißen erster Fußballclub Union Berlin und nicht irgendwas anderes.

00:56:20: also der Fußball muss immer Kern des Vereins sein.

00:56:24: andere Felder können wir rausnehmen.

00:56:28: Veranstaltungen organisieren gibt es eine eigene Gesellschaft für die Immobilie, Stadion an alten Förstereien entwickeln.

00:56:34: Gibt sie die Stadio AG und so weiter und sofort.

00:56:38: Und dieses Thema, man nennt das ja mal gesellschaftliche Engagement sozusagen also die außerfußballerischen Aktivitäten des Vereins ein bisschen zu bündeln und Ehrenamt zu organisieren usw.

00:56:53: Das tun wir in der Stiftung Natürlich auch mit der Möglichkeit, entsprechende Mittel einzuwerben.

00:57:01: Sowohl viele Privatpersonen als auch viele Unternehmen unterstützen so etwas.

00:57:05: gerne können das dann organisatorisch im Sinne von okay hier gibt es eine Stiftung die kann eine Spendenquittung ausstellen und so weiter und sofort.

00:57:12: Auch da erbieten wir also einen Rahmen darüber haben wir noch gar nicht so viel gesprochen in den Rahmen der Teilhabe ermöglicht.

00:57:21: Ich kann wirklich mitmachen, ich kann mich da melden.

00:57:23: Ich kann entweder Geld spenden oder Ideen spenden und meine Kraft spenden.

00:57:29: Was auch immer!

00:57:29: Ich kann Teil unseres gesellschaftlichen Lebens sein.

00:57:33: Dafür haben wir die Stiftung errichtet und können ein bisschen mithelfen an ganz unterschiedlichen kleinen Stellen.

00:57:46: Im Zweifelsfall sogar Not zu lindern.

00:57:49: aber eben auch Solidarität und ich bleib bei dem Begriff wird vielleicht ein schöner Überschrift für diese Podcastfreundlichkeit im Umgang miteinander vorzuleben.

00:58:00: Übernehmen wir!

00:58:03: Es klingt, wenn man sich all deine Tätigkeiten anhört aber jetzt ganz besonders auch die Stiftung.

00:58:07: noch zum Schluss das klingt als wenn du sehr

00:58:09: oft abends

00:58:11: sehr erschöpft aber sehr zufrieden ins Bett gehen kannst.

00:58:15: Tatsächlich gehör' ich zu den scheinbar auch weniger werden Menschen.

00:58:20: Wir werden den Menschen, die sehr gut einschlafen können.

00:58:22: Ich liege also nicht abends noch wach und kriege den Kopf nicht leer usw.

00:58:27: Das spricht für eine gesunde Erschöpfung.

00:58:31: Achte auch ein bisschen drauf, dass der Schlaf ausreicht im Sinne von... ich bin jemand, der gerne so ne Acht bei der Stundenanzahl zu stehen hat und der das auch oft schafft.

00:58:46: Vorhin schonmal beschrieben dieses.

00:58:52: Ich kann und will das eigentlich auch gar nicht voneinander trennen, sondern arbeiten ist am Ende etwas tun sich betätigen, stetig sein.

00:59:00: Es ist im Grunde ein Wesenzug der Gattung Mensch so und deshalb bin ich für mein Leben und für mich glücklich eine einen Feld gefunden zu haben in dem auf dem sich das alles sehr gut verbinden lässt.

00:59:18: Die Guten die diesem Podcast hören fragen uns ganz oft nach den Folgen wie kann den Gast unterstützen bei dem was er tut.

00:59:25: Du hast gerade schon sehr viel gesagt man kann euch spenden, man kann aber auch selber tätig werden.

00:59:29: fragen wir es heute mal anders wie kommt man an euch ran um euch helfen

00:59:32: zu können?

00:59:34: Das einfachste ist tatsächlich auf die Homepage von Union zu gehen wwwfc-union-berlin.de.

00:59:45: Den Punkt nachm www habe ich vergessen zu sagen www.fc-, onion-berlin.de.

00:59:53: und da findet man dann in dem Menü ganz oben auch die mit einem Klick unsere Stiftung, und da kann man uns sowohl kontaktieren wenn wir uns was vorschlagen möchte als auch gerne einfach ein bisschen... Gott das klingt jetzt kriegisch.

01:00:10: manchmal sage ich dann ein bisschen Munition überweisen.

01:00:13: deshalb sage ich jetzt einfach Geld dazu weil es ist.

01:00:16: am Ende hilft es uns anderen zu helfen.

01:00:20: Das ist dann immer so, wir sammeln es und verteilen es an verschiedene Aktionen und Projekte wo Geld gebraucht wird und da wo Organisation gebrauchten kann man auch gerne mit tun

01:00:31: beispielsweise.

01:00:33: Zwei Fragen noch Christian?

01:00:34: Was macht dir Mut?

01:00:40: Mut macht mir ganz persönlich zum Beispiel dass meine beiden Kinder die inzwischen auch erwachsen sind einfach Lust haben, diese Welt mitzugestalten.

01:00:54: Und wenn meine Kinder das tun dann ist es vielleicht bei den Kindern anderer Menschen auch so.

01:01:02: und keine Berührungsängste vor Fremdheit, vor Andersartigkeit usw.

01:01:09: Das ist etwas was ich sehr zu schätzen weiß.

01:01:12: an der jüngeren Generation.

01:01:13: die Angst, die Skepsis vor etwas was man noch nicht kennen die nimmt hoffentlich glaube Zumindest so, wie ich es erlebe in meinem Umfeld und bei meinen Kindern erlebe.

01:01:24: Bei den Nachwachsenerationen ein bisschen ab.

01:01:27: Und das ist doch eine gute Basis dafür als Menschheit gemeinsam in die Zukunft

01:01:33: zu gehen.

01:01:34: Wir haben eben schon versucht, die Zeitreise über Social Media hinzukriegen, dass wir beide jetzt erfahren wer Weltmeister sein wird.

01:01:40: Bis jetzt habe ich nichts empfangen.

01:01:42: Versuchen wir Zeitreisen noch einmal anders?

01:01:44: Ja!

01:01:44: Ich habe immer eine Frage zum Schluss... Wir fliegen mit einer Zeitmaschine ans Brandenburger Tor Und landen da im Jahr zwei Tausend Fünfzig wieder.

01:01:54: Was für ein Land sehen wir?

01:01:58: Zwo tausendfünftig!

01:02:00: Ich glaube, es ist zu kurz.

01:02:03: Aber was haben wir jetzt in den vierundzwanzig Jahren?

01:02:05: Möchtest du

01:02:06: anderes Jahr haben?

01:02:09: Lass uns mal... Wir

01:02:10: können das ändern, das ist super.

01:02:11: Entscheidet welches Jahr wir fliegen.

01:02:13: Wir nehmen mal noch fünfzehn Jahre dazu also zweitausend einhundert.

01:02:16: Nehmen wir jetzt so und da hoffe ich, dass wir ein Land vorfinden in dem uns es tatsächlich gelungen ist Solidarität zum Kern unseres Handeln zu machen wo also Wo es uns gelungen isst Zu verstehen das wir bestimmte Ausprägungen von Von Armut nicht zulassen dürfen wenn wir Wenn wir nicht verrohen wollen.

01:02:48: Wir können nicht bewegt und unwidersprochen in den Nachrichten hören, dass die Zahl der Obdachlosen in unserer Stadt hier in den nächsten Jahren um wie viel Prozent auch immer steigt.

01:03:02: Das ist nicht akzeptabel!

01:03:04: Es ist ein Zeichen für eine unsolidarische und ferrote Gesellschaft.

01:03:08: das geht nicht Und wir ich hoffe, dass wir bis spätestens dann viel mehr Bereitschaft haben werden Spitzen zu kappen.

01:03:20: es braucht keinen keinen super reichtum und es braucht schon gar keine super armut sondern wir müssen das.

01:03:30: Wir müssen anders zusammenleben.

01:03:31: Und ich glaube Ich glaube dass, dass wir in diesem Dass wir diesen jetzigen kurs der des der konfrontation sozusagen also der ich versuche dieses versuch immer noch noch auf Schwächere zu zeigen und zu sagen, ja aber weil die so schwach sind geht es uns nicht besser.

01:03:54: So ungefähr wir werden erkennen dass wir damit nicht weiterkommen das das die Probleme nicht löst sondern verschärft und wird uns gelingen einen Weg zu finden solidarischer miteinander umzugehen.

01:04:10: Christianas hat nicht nur viel Spaß gemacht das war auch sehr inspirierend.

01:04:13: ich danke dir vielmals für dieses Gespräch.

01:04:15: Dankeschön dass sich hier sein

01:04:20: Doktor.

01:04:22: Wenn dir die Folge gefallen hat, abonniere den Podcast und teile hiermit Menschen, die sich ebenfalls für das Gute interessieren.

01:04:28: Hast du Feedback-, Fragen- oder Themenwünsche?

01:04:30: Dann melde dich gerne bei uns!

01:04:32: Alle Infos und Kontaktmöglichkeiten findest Du in den Shownotes.

01:04:35: Danke fürs Einschalten – bis bald damit die Guten gewinnen!

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