Die Stunde der Wahrheit – Hannah Dübgen über Sprache, Klasse & die Kraft der Begeisterung

Shownotes

Worte können Brücken bauen, oder unsichtbare Mauern hochziehen. In dieser Folge von „Damit die Guten gewinnen“ spricht Thomas Mühlnickel mit der Schriftstellerin und Dramaturgin Hannah Dübgen über die oft unterschätzte Macht der Sprache.

Hannah Dübgen hat in Oxford, Paris und Berlin gelebt und gearbeitet. Aus diesem europäischen Blickwinkel analysiert sie messerscharf, wie stark Sprache in Deutschland und anderen Ländern als sozialer Code funktioniert. Warum ist Sprache eine Klassenfrage? Und wie beeinflusst unsere Herkunft, wie wir gehört werden?

Gemeinsam blicken die beiden hinter die Kulissen des Schreibprozesses und sprechen über die „Stunde der Wahrheit“ am Schreibtisch. Sie diskutieren, wie wir in Zeiten von Social Media und digitaler Reizüberflutung unsere Aufmerksamkeit verteidigen können und warum ein philosophisches Grundtraining unserer Debattenkultur guttun würde.

Am Ende steht eine entscheidende Frage: Was gibt uns in unruhigen Zeiten wirklich Mut? Für Hannah Dübgen liegt die Antwort in der Kraft der echten, positiven Begeisterung und dem unbändigen Willen, die Gesellschaft gemeinsam zu gestalten.

Ein tiefgründiges Gespräch über die Verbindung von Wort und Tat, die Zukunft der Kommunikation und den Mut zum Aufbruch.

Shownotes & Links

Hannah Dübgen Website: https://hannahduebgen.com/

Spotify: https://open.spotify.com/show/1dLFdwUDlNQNag44RAibgx?si=517090318dc64122 LinkedIn Thomas Mühlnickel: https://www.linkedin.com/in/thomas-m%C3%BChlnickel-75048a176/ ASK Berlin: www.ask-berlin.de

Transkript anzeigen

00:00:00: Wo man es noch mehr merkt, ist natürlich die Sprache.

00:00:03: Also in England kann man Leuten anhören nicht nur wo sie geografisch herkommen sondern auch wo sie sozial her kommen und das finde ich schon was ganz Krasses was es in Deutschland ja So nicht.

00:00:18: Aber ich schreibe am Schreibtisch, aber dieser Punkt wenn man was ausdruckt ... Ich druck oft etwas aus bevor ich es mittlerweile auch digital weiter sende und das ist immer schon, ich weiß nicht, ob bei dir das beraten oder so eine Stunde der Wahrheit weil manchmal wenn's dann so scheinbar fertig voreim liegt denkt man ja vielleicht doch noch machen oder sowas ändern.

00:00:40: Gibt's einen Unterschied zwischen dem guten Wort und der guten Tat?

00:00:58: Schön dass du wieder dabei damit die guten Gewinn eingeschaltet hast!

00:01:02: dem Interview-Podcast von ASK.

00:01:04: Mein Name ist Thomas Mönigel und ich spreche hier mit Menschen, die mit ihrem Engagement etwas für unsere Gesellschaft tun.

00:01:11: Mein heutiger Gast ist Hannah Dübken.

00:01:13: Sie ist Dramaturgin, Dramatekerin und Schriftstellerin.

00:01:16: Studiert hat sie Philosophie Literatur und Musik in Oxford Paris und Berlin.

00:01:21: drei Fächer drei Länder.

00:01:23: genau dieser Blick über Grenzen hinweg prägt wie sie auf unsere Gesellschaft schaut.

00:01:27: Literatur sagt sie sei eine Wirklichkeitsannährung durch Sprache.

00:01:31: Das ist ein persönliches Gespräch über Sprache, Kunst und Kultur geworden.

00:01:36: Und darüber was die eigentlich leisten gerade dann wenn eine Gesellschaft droht auseinander zu driften.

00:01:42: Ihre Motivation zu schreiben hat Hannah mir spannenderweise genau so beschrieben wie Günter Gras mir diese Frage bei einer gemeinsamen Autofahrt vor fünfzehn Jahren auch beantwortet hat.

00:01:52: Die erste Überraschung mit Hannah habe ich in unserem Gespräch nach wenigen Sekunden erlebt.

00:01:56: Jetzt geht's los!

00:01:57: Viel Freude beim Hören

00:01:59: Hallo Thomas

00:02:00: So haben wir noch nie angefangen.

00:02:01: Super!

00:02:03: Danke für die Einladung.

00:02:04: Anna, schön dass du da bist.

00:02:05: Ja danke für die einladung.

00:02:06: ich freue mich sehr hier zu sein.

00:02:09: Damit die guten gewinnen heißt das ganze hier.

00:02:11: Wer sind denn für dich die Guten?

00:02:13: Für mich sind die guten alle die sich für das Gute einsetzen Das ist jetzt noch keine besonders präzise Definition und Die aber auch das gute so definieren Dass es nicht nur das gute für sie selbst persönlich ist Sondern dem guten auch etwas Objektives beimessen.

00:02:30: Also das Gute ist immer das, was für alle Menschen oder die ein Großteil der Menschen das Gte ist.

00:02:37: Aber wer weiß denn, was gut ist?

00:02:40: Ich glaube, wer was gut is muss jeder... Die Antwort muss jeder für sich selbst finden und dann seinen eigenes Urteil auch mit anderen Definitionen abgleichen.

00:02:54: Wir werden heute ja viel über Sprache und die Macht des Wortes auch reden.

00:02:59: Gibt es einen Unterschied zwischen dem guten Wort und der guten Tat?

00:03:05: Und jetzt kurz eine Werbung in eigener Sache.

00:03:08: Wenn du immer schon einmal bei damit die guten Gewinnen live dabei sein wolltest, hast du jetzt die Chance!

00:03:14: Am neunten Oktober wird es abends eine Live-Folge im Rahmen des Zoom-Podcasts Week in Düsseldorf gehen.

00:03:20: Ich freue mich schon sehr auf diesen Abend mit vielen von euch im Publikum.

00:03:24: ganz besonders freue ich mich auf meinen Gast.

00:03:27: Es wird kein geringerer sein als Michel Friedmann.

00:03:30: Ich kenne Michel Friedmann schon viele Jahre und freue mich immer, ihn zu treffen.

00:03:34: Und mit ihm zu sprechen – ich bin mir sicher dass das ein sehr spannender Abend wird!

00:03:39: Wenn du Lust hast am neunten Oktober in Düsseldorf dabei zu sein sind Karten ab sofort unter zon-podcast-week.de erhältlich.

00:04:00: Nicht immer direkt, aber manchmal auch indirekt und manchmal auf Art und Weisen die einem gar nicht so bewusst sind.

00:04:10: Aber man kann ja auch – und das ist jetzt zu abstrakt philosophisch – man weiß nur dass man was Gutes macht wenn man eine Vorstellung des Guten hat.

00:04:19: insofern liegt vielleicht eine Vorstellungen von Gutem oder eine wortliche Definition vor der Tat.

00:04:29: Und ganz besonders viel von Europa.

00:04:31: Du hast ja in Oxford studiert, du hast in Paris studiert und in Berlin wo du auch lebst.

00:04:36: hat das dein Blick auf Deutschland noch mal verändert?

00:04:39: In den anderen Großstädten Europas gewesen zu sein?

00:04:43: Auf jeden Fall!

00:04:44: Ich habe es immer als sehr bereichernd empfunden.

00:04:48: ich bin da schon relativ früh weg gegangen also schon mit sechzehn nach England, damals aber geplant waren halbis Jahr.

00:04:55: Dann wurden sechs Jahre draus.

00:04:56: also ich habe auch meinen Schulabschluss dann in England gemacht und bin dann da angefangen zu studieren.

00:05:01: Und nicht nur war aus Düsseldorf kommt London so die erste Großstadt-Weltstadt, die ich damals an Wochenenden entdecken durfte... Warum denn nicht

00:05:10: nach Köln?

00:05:11: Na doch zu Kölnen hatte ich auch eine Verbindung als ich noch in Düsseldof lebte.

00:05:15: das waren die ganz coolen.

00:05:16: in Dseldof ging dann auch nach Kologne und ich hab mich ja immer sehr viel für Musik interessiert.

00:05:20: um Kölne hat ne sehr vielseitige und reichhaltige musikalische Tradition.

00:05:25: Aber auf deine Frage zurückzukommen, das hat mich auf jeden Fall sehr geprägt auch weil England- und Frankreich die beiden Länder, die du schon erwähnt hast in denen ich studiert habe ja sehr viel zentralistischer sind und waren.

00:05:40: und natürlich wenn man es historisch Man spürt, dieser Zentralismus hängt damit zusammen, dass diese Länder schon seit Jahrhunderten existieren.

00:05:49: Woin gegen Deutschland und Italien – wo ich in den letzten zehn, fünfzehn Jahren privat beruflich oft bin – sich später als Staat konstituiert hat.

00:05:59: Daraus resultiert gerade auch im kulturellen Bereich eine starke Zentralisierung und Fokus auf die Großstädte hin, was natürlich nicht nur ... Pluspunkte und Nachteile.

00:06:11: Aber auch das Selbstverständnis, dass diese beiden Nationen... Also ich bin damals nach England gegangen in ein Land.

00:06:19: Ich muss sagen, ich kam so mit Fünfzehn oder Sechzehn aus einem Gefühl doch sehr sozialdemokratisch geprägten Deutschland wo zum Beispiel gute Bildung nichts kostet.

00:06:31: In einen Land wo es eine ganz klaren Unterteilung gab zwischen extrem teuren guten Schulen.

00:06:38: Und dann gibt es ein paar gute Schulen auch in Städten, aber es gab auch viele und gibt immer noch viele Teile in England wo einfach eine gute Schulbildung wenn man nicht das nötige Geld hat sehr viel schwieriger ist oder karteiwas im ländlichen Raum unmöglichen.

00:06:54: Das war natürlich dann weil ich selber noch Schülerin war so einer der ersten Punkte die mir aufgefallen sind dass das das im Rückblick mein Mein Bild von Deutschland vielleicht auch ein bisschen idealisierter war.

00:07:06: Ich bin in Düsseldorf damals, in der Mittelstufe täglich mit der Straßenbahn durch die halbe Stadt gefahren und da irgendwie auch so eine migrantische Gesellschaft gehörte da immer zur Stadt dazu.

00:07:16: Das war irgendwie etwas auch örtlich sehr durchmischtes.

00:07:20: Und insofern als dann ein paar Jahre später diese erste Pisa-Studie kamen, die gesagt hat, in Deutschland ist auch nicht alles so rosig wie ich es vielleicht mir erhofft habe oder auch wahrgenommen hatte Da wurde mir dann auch bewusst dass sich vielleicht einer gewissen Bubble gelebt habe, aber damals aus einem doch sozialdemokratischeren Umfeld – auch wenn das jetzt Kohliere waren – in ein Land zu kommen, wo noch wirklich diese Post-Thatcher Era mit John Major am Werk war.

00:07:46: Das war dann schon einen Unterschied der mir sofort auch im täglichen Leben aufgefallen

00:07:50: ist.".

00:07:51: Merkt man das auch an der Mentalität erlorte?

00:07:53: Ja also was mich so ein bisschen schockiert hat, das sagte ja einem Ein Upper-Middle-Class, ein Middle-Class.

00:08:00: My parents are working class and my parents are lower middle

00:08:03: classes.".

00:08:03: Das war für mich damals in den Neunzigerjahren etwas was ich in Deutschland nie gehört hatte.

00:08:09: Also ein Verständnis von sozialen Unterschieden die man so als gegeben... kommuniziert, da sind wir beim Wort.

00:08:18: und gerade wie sie es kommuniziert haben hat mich bei mir dann so den Eindruck erzeugt dass das auf eine gewisse Weise auch nicht in Frage gestellt wird.

00:08:27: Also es gibt natürlich auch dann so the working class pride und dann grade die Leute in Oxford, die haben das natürlich mit einem sozialen Engagement betonen nach dem Motto I made it, aber schon allein diese... Grundsätzlich diese präzise Definition, die hat mich erst irgendwie erschrocken und traurig gemacht.

00:08:48: Und dann hinterher habe ich das irgendwie verstanden.

00:08:50: Das war zum Beispiel im Beispiel Romans ganz merk... Merkt?

00:08:54: Wo man es noch mehr merkt ist natürlich die Sprache.

00:08:58: Also in England kann man Leuten anhören nicht nur wo sie geografisch herkommen sondern auch wo sie sozial her kommen.

00:09:07: Und das finde ich schon was ganz Krasses!

00:09:10: Was ist in Deutschland ja ... so nicht gibt.

00:09:12: Es gibt regionale Färbungen und dann wurde ich auch immer gefragt, wie ist das denn so mit Dialekt?

00:09:17: Und in Bayern oder in Regionen wo auch noch gerne Dialekt gesprochen wird, da ist es ja keine Frage von sozialer Kodierung.

00:09:27: In Italien zum Beispiel, wo ich jetzt in den letzten zehn, fünfzehn Jahren oft bin, da italienischen Staates, der auch noch neuer ist.

00:09:35: Es ist so dass da sehr viele mit einer Selbstverständlichkeit eine regionale Färbung haben und davon grenzt sich natürlich diese in England dieser Akzent ja natürlich auch regional ab.

00:09:46: North und so was man hört auf wie ob jemand aus Manchester kommt oder aus London aber abgesehen davon dieses Queens Englisch, dieses British Englische was dann auch in Oxford gesprochen wurde das war eben auch dass das so eine soziale Konnotation hatte.

00:10:00: Das habe ich sonst auch nie irgendwo

00:10:04: erlebt.".

00:10:05: Ich kenne dieses, wir kommen aus einer Klasse, wo du es gerade sagst, das fällt mir selber vollkommen klar.

00:10:10: Wenn das ein familiären Umfeld ist, kenne ich noch diesen Satz aus den Sechzigern und Siebzigern geprägt.

00:10:16: Wir sind der Arbeiterfamilie oder Arbeiterkinder?

00:10:19: Was sich aber mittlerweile nicht mehr gibt!

00:10:21: Es sagt keiner mehr so...

00:10:24: Also in der Literatur ist es ja richtig, hat sich daher sehr viel getan in den letzten zehn Jahren.

00:10:31: Und da ist ja dieses Klassenbewusstsein in den vergangenen Jahren auch ein großes Thema geworden was natürlich sehr gut ist und was natürlich auch einhergeht mit einem breiteren Verständnis von.

00:10:44: wir zeigen vielleicht auch gerade in der Literatur die gerade in Deutschland jetzt etwas Bildungsbürgerliches angesehen wird in diesem Medium, aber auch im Theater.

00:10:54: Zerhalten wir auch eine Gesellschaft die das glaubt wie du und ich aufgewachsen sind mit diesen Versprechen alle Grenzen sind überwindbar zeigen wir aber auch den Spiegel auf und sagen es ist es nicht so.

00:11:07: also ich glaube dass man sagt Ich bin die erste in meiner Familie studiert hat Und ich fühlte mich immer unwohl in in Hörseelen und die Leute neben mir für die das ganz normal war Die haben das vielleicht gar nicht so denen war das gar nicht bewusst wie ich mich gefühlt habe Und deswegen sage ich es.

00:11:20: Ich glaube, das ist schon etwas was jetzt viel expliziter formuliert wird als vor fünf oder zehn Jahren und insofern hängt das natürlich auch mit anderen sozialen Entwicklungen zusammen also natürlich mit einer diverser geworsenen Gesellschaft und das ist natürlich insofern dann auch etwas Gutes, dass systematisiert wird.

00:11:44: Das wollte ich gerade fragen.

00:11:45: Ist das der bessere Weg, es zu thematisieren?

00:11:47: Es auch zu beschreiben dass es das gibt oder ist es besser so zu tun als wäre doch eigentlich eine Art von Gleichheit möglich?

00:11:55: Ich glaube idealerweise muss es beides geben.

00:11:58: wenn Leute das Bedürfnis haben das zu thematiieren oft ja mit dem Impetus wir müssen das thematisieren weil es manche nicht bewusst ist dann sollen die natürlich auch den Raum haben das zutematisieren.

00:12:14: Gleichwohl stimme ich digital zu.

00:12:15: Also das natürlich sehr utopische Endpunkt einer sein sollte, wo man nicht mehr das Bedürfnis hat diese Grenzen zu sehen oder zu thematisieren weil sie so durchlässig sind dass sie eher Netze sind als Grenzen.

00:12:33: Ich habe

00:12:33: immer ein komisches Gefühl bei manchen Dingen die im Fernsehen laufen Weil es gibt ja Sendung wo man Leute wirklich vorführt.

00:12:42: Und das macht man sehr oft an Bildungsstand, kulturellem Stand und dem Verständnis was da eigentlich in diesen Formaten mit ihnen passiert.

00:12:50: und gleichzeitig habe ich mal das Gefühl es sind die gleichen Arten von Leuten, die auch darüber lachen.

00:12:54: Die sich damit auch amüsieren und einmal ins Fernsehen kommen aber eigentlich total vorgeführt werden oder so Schwiegertochter gesucht und all diese komischen Trash-Formate.

00:13:02: Du, das ist jetzt Zeit für ein Geständnis?

00:13:04: Du guckst das.

00:13:06: Nein!

00:13:06: Ich hab keinen Fernseher.

00:13:07: Achso.

00:13:08: Also ich weiß wovon du redest Aber viele, wir leben ohne Fernseher zu Hause.

00:13:15: Mein Sohn wird deswegen auch manchmal bemitleidet aber die Öffentlich-Rechtlichen gucke ich schon dann über meinen Computer.

00:13:22: und das was du beschreibst weiß ich und ich habe es auch als Studentin oft bei anderen oder bei Freunden auf dem Sofa oft genug gesehen um für mich zu entscheiden.

00:13:33: das brauche ich nicht Und ich glaube, dass es auch so eine Mischung aus Exhibitionismus klingt zu werden.

00:13:40: Aber aus einem Sehnsuch nach Öffentlichkeit, die dann ... Obwohl man weiß, das ist eigentlich nicht mit Respekt zu tun hat oder so, dass das ein ganz ambivalentes Feld ist.

00:13:54: Lass uns mal kurz zu dir zurückkommen bevor wir jetzt zu sehr schon ins Fernsehen reingehen, das du gar nicht hast.

00:14:00: Philosophie Literatur Musik Das waren die Dinge, die du studiert hast.

00:14:05: Was hat dich in jungen Jahren geprägt, schon so ein künstlerischer Mensch zu sein?

00:14:11: Für mich ist das eine spannende Frage.

00:14:13: Ich habe sie überhaupt nicht bekommen und finde es total schade.

00:14:17: Ich will gerne wissen, wie die anderen gekriegt haben.

00:14:20: Es getaubte ich zwei Punkte.

00:14:22: Der erste Punkt ist der, dass ich, wie viele Schreiben da eigentlich immer den Wunsch hatte, meine Wahrnehmung der Welt zu verschriftlichen als eine Art ... die Welt besser zu verstehen und auch mit dem Anspruch, sie etwas Wahres und Schönes entstehen zu lassen.

00:14:45: Zumal mir relativ früh zum Zeitpunkt, zu dem ich das jetzt noch nicht analytisch hätte formulieren können klar wurde dass man in der Literatur wenn man den Raum hat etwas sehr differenziert mit Zeit zu gestalten, dass man da die Möglichkeit hat die Widersprüchlichkeit oder Komplexe Wahrheiten über den Menschen zur Sprache zu bringen und kommunizieren auf eine Art, die man in einer rein faktisch orientierten Sprache nicht hat.

00:15:13: Also dieser Wunsch wo zu schreiben der sich dann in dem Literaturstudium fortsetzt, der war schon ganz lang da.

00:15:20: Es ist die Frage wie kommt er die Philosophie rein?

00:15:23: Das geht für mich einerseits Hand-in-Hand.

00:15:25: also ich habe ja im angloamerikanischen System von Philosophie studiert, was damals noch etwas ganz anderes war als die Hegel idealistische Philosophies geprägte H. Humboldt-Universität zum Beispiel.

00:15:38: und da habe ich also das Ochsverständnis von Philosophy ist einfach kritisches Denken, kritisches Reflektieren bis hin zu selbst Reflektion der Sprache zu lernen und sich, das einfach auch als so ein mentales Training und als ein rhetorisches Training zu begreifen.

00:15:57: Und das hat mir wahnsinnig viel gebracht.

00:15:59: wir haben im ersten Semester auch Logik gemacht.

00:16:01: ich dachte also Ich hatte nicht gedacht dass Philosophie mit mathematischen Formeln zusammenhängt aber es war wirklich ein.

00:16:08: Es war ein mentales Training.

00:16:10: Mehr als jetzt irgendwie quantitatives historisches Wissen anhäufen, das kam dann natürlich auch rein.

00:16:17: Und ich glaube in jeder zweiten Talkshow die ich seit meinem Studium, was ja auch schon ein paar Jahre her ist mir anschaue gerade politische Talkshows und denke mal wenn manche Leute diese Rigorosität in der Definition über Was reden wir?

00:16:29: Also genau das wirst du eigentlich am Anfang gesagt hast Inwiefern hängen Sprache und Tat zusammen, inwiefern basieren kann man sich auch in Tautologien ausdrücken.

00:16:38: Also guten sind die, die Gutes tun.

00:16:40: aber wenn du dann gut noch nicht qualitativ definiert hast, dann dreht dich die Definition im Kreis und auf der Ebene war das für mich ein unheimlich gutes mentales Training.

00:16:51: natürlich studiert man viel soviel auch immer weil es eine Möglichkeit ist mit einer methodischen Präzision und einem gewissen methodischen Disziplin auch Sachen zu Dich denken E-Umtreiben, also moralische Fragen, politische Fragen.

00:17:05: Aber was gerade in Oxford dieses politische Studium auch auszeichnet ist eben das man immer von einer Fragestellung ausmacht und dass es sich einen auch zwingt, sich selbst zu reflektieren.

00:17:18: Wenn ich jetzt die Frage von Thomas so beantworte, warum benutze ich diese Worte?

00:17:23: Kommen die bei dir auch an?

00:17:24: Also Wittgenstein haben wir viel gemacht.

00:17:26: Auch das, Ich zu kommunizieren versuche auch das, was bei dir ankommt und wenn nicht ist dann Kommunikation überhaupt gelungen.

00:17:35: Und ich glaube, wenn ich mir jetzt so manchmal auch gewisse Politiker anhöre oder so... ...und auch in der Zeit die sehr viel mehr vom rhetorischen Coaching geprägt ist als damals, dann denke ich manchmal also so ein philosophisches Grundtraining ist gar nicht schlecht.

00:17:50: Zumal ich jetzt auch gehört habe dass gerade in unseren ökonomisch schwierigen Zeiten die Geisteswissenschaften zunehmend kämpfen müssen auch um Erstsemester, also das wird jetzt in harten Zeiten nicht mehr so als von manchen Technikmehr als so wichtig angesehen wie ein Studium an der TU oder so.

00:18:11: Ich habe diese Frage, die ich dir gerade gestellt hab schon mal jemandem vor dir gestellt.

00:18:15: Leider nicht in diesem Podcasts haben wir nicht mehr miteinander hinbekommen aber vor fünfzehn Jahren habe ich das... Der

00:18:19: kann ja nochmal, der oder die kann ja noch einmal kommen?

00:18:21: Leider nein!

00:18:21: Ich habe es vor fünf Zehn Jahre unter Gras gefragt.

00:18:23: Ah

00:18:24: wow!

00:18:25: Ich hab ihn einen Tag lang.

00:18:27: Ich weiß, dass du ihn kennst.

00:18:28: Es war

00:18:28: ein Wintertag und ich habe ihn mal von Berlin nach Hause nach Lübeck fahren dürfen.

00:18:33: Und wenn Günter Gras so neben einem sitzt ... War

00:18:36: er geraucht?

00:18:37: Wer los nicht weglaufen konnte... Ja, er hat geraucht!

00:18:39: Das war ganz lustig.

00:18:40: Offen

00:18:40: im Fenster?

00:18:40: Es war einen Mietwagen.

00:18:41: Ich hab sogar beim Mietwagenanbieter vorgefragt.

00:18:43: Ach du, ich fahre Günter Grass.

00:18:44: Darf Günter grass rauchen?

00:18:45: Dann sagten die ja, Günter Graß darf rauchen.

00:18:47: Okay.

00:18:48: Weil er Güntergrass ist, nicht weil man Leute rauchen kann?

00:18:50: Nee, weil er Günther Grass ist.

00:18:51: Deshalb wurde das ausnahmsweise dann gestattet.

00:18:53: Deswegen machst du es hier also ... Sagst du es nicht, welcher Mietfachen verleiht das war?

00:18:57: Ich kann da für Werbung machen.

00:18:58: Es war sehr nett, dass sie die Ausnahme gemacht hat.

00:19:00: Aber ich glaube, es war herzfähig mit ihr.

00:19:02: Jedenfalls habe ich Ihnen irgendwann zwischen Berlin und Hamburg alles fragen dürfen was ich wollte.

00:19:08: Das war natürlich ein Riesenprivileg unter sechs Augen.

00:19:11: seine Frau war dabei einfach alles fragen zu können.

00:19:13: Das wird nicht aufgezeichnet und man kann sich aber frei unterhalten fünf bis sechs Stunden lang.

00:19:16: Da habe ich mir genau das irgendwann auch gesagt, warum sind Sie eigentlich Künstler geworden?

00:19:22: Wann haben sie das gespürt?

00:19:23: Und dann sagt er, ich war total jung und hab schon gemerkt es muss raus.

00:19:26: Da ist irgendwas!

00:19:27: Ich will das ausdrücken und ich will das rauskriegen... ...und ich will aber auch dass es andere hören und sehen.

00:19:32: Das sei für ihn sogar nahezu zwanghaft gewesen sich auszudrücken.

00:19:36: Das ging über die verschiedenen Wege von Schriftstellerei oder eben auch über Bildhauerei.

00:19:42: Irgendwas aufs Malen.

00:19:43: Genau, das malen hat ja wirklich viele Wege gehabt.

00:19:47: Wie du anfängst mit... Da war was, ich wollte mich ausdrücken.

00:19:51: Man muss in Deutschland... Ich glaube das bei sehr vielen so ist weil es natürlich auch ein Berufsfeld ist wo einem viele eher abraten aus verschiedenen also aus Nüchtern ökonomischen Gründen oder also eine gewisse Besessenheit und einen gewissen Traum zu haben.

00:20:07: Ich will, also bei Schriftstelle Reis ist dann ja oft auch das publizierte Buch oder im Theater... ich mag es sehr gerne, dass sich beides mal hat, dass ich so viel Prosa schreibe, wo ich die totale Freiheit habe aber auch die totale Einsamkeit und in Theater ist ja schon ein sehr anderer Kollektiver-Schaffensprozess was ich auch sehr mag.

00:20:25: Also eine Besessenheit das, die glaube ich nichts mit Eitelkeise zu tun hat nicht mit diesem.

00:20:29: Ich Will im Fernsehen sein weil dafür ist es dann auch ein Zu-Kräft und Zeit Intensives Unterfangen, das ist bei sehr vielen dabei.

00:20:39: Gleichwohl ist es unter Autorinnen auch manchmal so... So eine Frage, seit wann hast du dich denn getraut das offen auszusprechen?

00:20:46: Weil man braucht ja auch wenn man studiert oder so immer einen Plan B wie man sein Geld verdient.

00:20:51: Wenn das mit Literatur, Literatur nicht so funktioniert.

00:20:54: Gibt es dort den Gag mit dem Taxifahren, oder?

00:20:56: Ja

00:20:57: genau!

00:20:58: Oder viele machen ja Übersetzung was ja jetzt um Stichwort KI ein sehr wichtiges Berufsfeld gerade im literarischen Bereich ist um dass sich sehr viele Fragen zeichen im Moment.

00:21:13: Oder Leute im Unterrichten oder machen noch was.

00:21:16: Und bei mir war es eben so, dass ich immer gedacht habe das Theater ist sozusagen neben dem in Brosa schreiben, mein zweites Standbein hat etwas zum Glück auch immer funktioniert hat aber auch nur funktioniert weil wir in Deutschland einem Land leben was eine subventionierte Kulturförderung hat diese in anderen Ländern nicht zu gehen da kommen wieder zum Anfang des Gesprächs zurück.

00:21:34: also es gibt's ja auch aber wesentlich zentralisierter und nicht so... Das ist ja das Gute an diesen federalen Bundesland, die früher Stadtstaaten waren oder Staaten waren.

00:21:44: Wo dann jedes wirtenbergische Kammerorchester eine reiche Tradition hat von Fürsten, die damals irgendwie die Kultur unterstützt haben.

00:21:51: Also bei mir funktioniert das aber viele Leute trauen sich das dann auch nicht dazu zu sagen weil denn auch wieder dieser sehr europäische Geniekult kommt ja ich will Künstler sein und dann muss mich nur die Musik küssen und dann läuft schon oder so.

00:22:04: also es ist schon etwas wo man immer weiß ich auch von Debütantinnen, wenn die dann mit dem ersten Buch in die Öffentlichkeit treten und sagen okay jetzt werde ich immer als Schriftstellerin angesprochen.

00:22:14: Ich fremdl da immer noch ein bisschen mehr.

00:22:16: Das ist ein Prozess.

00:22:17: Und es ist eher oder ist eine Diskrepanz zwischen einer Sicherheit und einem inneren Feuer was schon sehr früh da ist und einem Zögern und einer Veräußerung dieses Wunsches der oft Jahrzehnte dann später erfolgen kann.

00:22:32: Was erfüllte ich mir das schaffen?

00:22:35: oder dass der Weltzeichen wenn es fertig ist?

00:22:39: Das eine geht ja Hand in Hand.

00:22:43: Also bei mir ist schon so, dass ich den Moment an dem ich erfahre wie das, was ich geschaffen habe rezipiert wird wahrgenommen wird, da schließt sich für mich ein Kreis und insofern kann ich die beiden Prozesse eigentlich nicht so voneinander trennen.

00:23:03: Ich schreib natürlich jetzt nicht auf einen gewissen Zuschauer hin, also nicht kalkuliert.

00:23:08: Aber ich frage mich dann schon manchmal wenn ich was schreibe wie das dann aufgenommen wird oder wenn ich etwas fürs Theater schrei bewidest.

00:23:15: es ist ja auch immer toll man hat gewisse Stimmen schon im Kopf wenn man für das Theater schreibt aber wie ist dann... Oder ich schreiber hier auch viel Musiktheater Wie's dann gesungen wird?

00:23:23: Wie es noch mal vertont wird oder wie es gesprochen wird.

00:23:26: Das ist ja dann Man hat eine Ahnung aber man lässt sich überraschen.

00:23:30: insofern sind das für mich wirklich zwei Seiten einer Medaille, die ich immer in der jeweiligen Phase dann auch noch mal mitdenke.

00:23:38: Also oft denke ich dann auch wirklich konkret an die Momente am Schreibtisch und wenn da eine Diskussion über das Stück erfolgt ist, gibt es immer eine Rückkopplung zwischen den beiden

00:23:47: Phasen.

00:23:48: Schreibst du immer am Schraubtisch oder wie ist dein Arbeitstag?

00:23:52: Am Schrauptisch auch!

00:23:54: Ich habe schon bei meinem ersten Roman gemerkt, da habe ich einmal die Wahrheit gesagt ganz früh.

00:24:00: Also es kommt ja.

00:24:00: Daniel Kehlmann hat eine sehr witzige Geschichte mal geschrieben über die zwei Standardfragen der AutorInnen.

00:24:06: Sehr häufig gestellt wie Wandsch und wo schreiben sie?

00:24:09: Und woher kriegen Sie Ihre Ideen?

00:24:11: Man hat ja gesagt Ich antworte immer in der Badewanne.

00:24:16: Da kriege ich sowohl meine Ideen her als auch schreibe ich.

00:24:19: Ich schreipe meistens am Schreibtisch aber ich schreife auch viel digital.

00:24:25: Also für mich ist dieses Ausdrucken und mit... also ich mache mir Notizen mit der Hand, aber ganz ehrlich.

00:24:33: Ich habe eben auch bei meinem ersten Moment schon gesagt ja, ich mach mehr auf dem Telefon notizen.

00:24:36: Habe ich eben im Publikum dann sehr enttäuschte Gesichter gesehen weil da wohl schon so glaube ich nur noch auratische Vorstellungen von der Füllfeder dann irgendwie dem nicht entsprach.

00:24:48: Also ich mach mir notizen immer und ich glaube es machen auch sehr viele.

00:24:52: Aber ich schreibe am Schreibtisch, aber dieser Punkt wenn man was ausdruckt.

00:24:57: Ich druck oft etwas aus bevor ich es mittlerweile auch digital weiter sende und das ist immer schon ich weiß nicht bei dir reden oder so eine Stunde der Wahrheit weil manchmal wenn's dann so scheinbar fertig vor einem liegt denkt man ja vielleicht doch noch mal hier oder so was ändern?

00:25:13: da bin ich radikal

00:25:15: in welcher hinsicht

00:25:16: dass ich mir lieber schnell ein Feedback einholen, als es zu lange verschlimmen oder zu lange liegenzulassen.

00:25:24: Wenn meine Zeit nicht mehr gegeben habe eine Rede fertigzukriegen oder einen längeren Text dann ist auch Schluss und dann geht das erst mal entweder an jemanden bei uns im Team oder auch an den Kunden.

00:25:35: Und dann hab' ich lieber das Feedback und arbeite das wieder ein, als dass ich mich schon zu lang über die letzten zwei Prozent Qualität noch gedanken muss.

00:25:44: Ja, es ist in deinem Hof und in den Zeitfenstern, in denen du arbeitest sicher eine vernünftige Entscheidung.

00:25:49: Und ich weiß das auch bei POSA schreiben dann oft ein Lernprozess ist denn du musst einen gewissen Perfektionismus oder gewisse Akribie haben um... das zum dritten Mal zu lesen und immer auch zu verfeinern.

00:26:05: Und jeder arbeitet ja anders, so viele Leute hauen auch bewusst erst mal raus in dem Wissen dass sie dann irgendwie auch drei Tage Abstand brauchen um es dann zurückzugehen.

00:26:13: also man muss in gewisser Weise bereit sein ist nicht beim Erd beim First Draft so zu belassen.

00:26:19: aber gerade wenn dann... Also ich kenne auch Kolleginnen, die mir sagen eigentlich bin ich froh dass der verlagt und man sagt du musst jetzt abgeben weil ich weiß genau.

00:26:28: Ich könnte dann noch eine noch ne schlafe drehen und irgendwann ist mal ja auch so blind Dass man das man nichts mehr sieht

00:26:35: sage viele musiker dass sie diese deadline brauchen wenn das album fertig zu sein hat damit sie überhaupt fertig werden dass es wirklich die Qualität noch irgendwas verändern würde.

00:26:46: Genau, ja und da bin ich... Ich habe in der Tata-Welt auch manchmal als Dramatogen gearbeitet, der irgendwie so derjenige ist, der erste Feedback, die erste Zuschauerin und ich glaube das ist ganz wichtig, dass man immer noch dem Außenblick vertraut weil man ja auch kommunizieren will.

00:27:04: also das sage ich auch immer wenn ich jetzt gefragt werde von jungen Menschen die schreiben wollen Nehmt euch die Zeit, aber habt dann auch den Mut ist zu veräußern.

00:27:14: Was nur in der Schublade liegt oder wenn Leute irgendwie was während sie etwas präsentieren, dann merken das die Frage da sind wir wieder bei der Philosophie Dann vielleicht Diplomatisch formuliertes Feedback so aufnehmen dass dann so ein rechtfertigens ich habe mir das und das gedacht kommt.

00:27:30: Wenn sich das aber nicht vermittelt Dann liegt es ja vielleicht am Text.

00:27:34: egal was im eigenen Kopf noch so rumschwört

00:27:38: Lebt.

00:27:38: hast du schon den einen und anderen Konflikt mit einer Lektor in einem Lector erlebt, die eigentlich eine ganz andere Erwartung hatten oder gern woanders hin wollten als du es vorhattest?

00:27:47: Nein.

00:27:49: Das hatte ich nicht.

00:27:50: Zumal das auch so wie ich es auch durch meine Agentin kenne... In der Literatur, also in der Literatur kennen ich es von mir und auch von Kollegen sind die aller allermeisten oder elektrischen Vorschläge Vorschlässe.

00:28:06: Das ist jetzt nicht Du musst aber sonst bringen wir es nicht raus oder so.

00:28:11: Wenn ist natürlich gewisse, wenn es irgendwann dem Verlagsprofil krass widerspricht also wenn's in politische Fahrwasser kommt dann ist das eine andere Sache.

00:28:21: aber die Sprache... Also oft ist ja auch so dass ein ganzes Manuskript von einem Verlag gekauft wird oder weil man den Autor, die Autoren schätzt.

00:28:33: Aber ich glaube dieses Verständnis von einem Urvertrauen wo man dann am Ende sagen kann das würde ich jetzt hier nochmal ausbauen und das versteht man vielleicht nicht oder das ist ein bisschen lang.

00:28:44: Das sind ja valide Vorschläge.

00:28:46: aber dass man das irgendwie als kategorischen, imperativ als muss formuliert, es ist mir noch nicht so.

00:28:52: Das ist

00:28:52: wahrscheinlich ein größeres Problem im Sachbuchbereich?

00:28:54: Genau!

00:28:55: Oder im Genre halt.

00:28:56: Also im Genre, da gibt es ja bis hin zu den Proportionen gewisser Erwartungen.

00:29:00: Weil daher dann auch viel mehr argumentiert wird mit der Leser-Erwartung.

00:29:03: Die wollen aber nach der Hälfte und so auf die und die Pferde gewetzt werden.

00:29:07: Und wenn das nicht schnell genug kommt, legen die das Buch vielleicht weg.

00:29:11: Aber so eine Erwartungshaltung, so eine klar definierte ist in der Literatur dann auch nicht als Lackmusstest hervorgegeben.

00:29:20: Insofern gibt's da schon ne größere Freiheit.

00:29:22: Das ist

00:29:22: ja auch irgendwie nahvollziehbar andererseits total schwierig.

00:29:25: Netflix-artige, wir legen mal Algorithmus drauf und der entscheidet dann entlang dessen was die Leute jetzt wollen.

00:29:30: Was sie auch in Zukunft zu wollen, zu sollen haben.

00:29:32: und dementsprechend produzieren wir all unsere Serien und Filme weil das heißt ja immer nur repetitiv immer wieder dass gleiche machen statt nochmal neue Impulse zu liefern.

00:29:39: damit ist echt langweilig oder?

00:29:42: Ja ich muss sagen ich finde es die Gefahr.

00:29:44: das was du beschreibst natürlich eine Tatsache.

00:29:45: Ich find schon interessant wie zum Beispiel stichwort netflix sich die Art des Erzählens der Film ja teilweise verändert hat durch diese nicht Omnipräsenz, aber diese wahnsinnig starke wachsende Präsenz der Serien.

00:30:04: Dass man jetzt irgendwie auch in Visualmedien wie im Film sagt.

00:30:08: ihr eigentlich will ich acht Folgen haben um das zu erzählen also was ja dann fast ein romanartigeres Werk ist als jetzt nur neunzig Minuten.

00:30:17: Also inwiefern Netflix auch unsere narrativen Erwartungen verändert, also Cliffhanger.

00:30:25: Ich habe in meinem ersten Roman erzählt ich aus vier verschiedenen Perspektiven und gerade am Anfang springt es sehr.

00:30:32: Am Ende merkt man dann wie die vier verschiedene Geschichten zusammenhängen.

00:30:36: Und da ich eh immer die Welt wechsel hatte ich schon immer so ein bisschen einen Cliffhänger Amusement am Ende von Kapiteln drin, aber das war ja oft auch nicht so in Kapitel.

00:30:47: und zum Beispiel diese Cliffhanger Logik hat sich natürlich die Präsenz von Netflix dann gesteigert.

00:30:52: Aber es gibt auch viele, die sagen man wird durch diesen Schnitttechnik aus dem Film auch in der literarischen Gestaltung freier, weil Leute das mehr gewöhnt sind.

00:31:04: Also dass irgendwie mit Rückblenden oder so erzählt wird.

00:31:08: Das würde ich jetzt nicht einseitig verteufeln.

00:31:12: Ich finde es eher dann problematisch, das kenne ich aus der Musik, dass einfach viele Leute sagen, weil du ja auch Musiker erwähntest... Pop-Song durchschnittlich drei Minuten, dreißig.

00:31:22: Und durch diese Tiktok-Logik ist es jetzt nicht bei forty fünf Sekunden.

00:31:28: aber das sind schon sehr viele Popsongs die nicht länger als zwei Minuten sind.

00:31:32: und wenn man dann sagt dass hängt einfach mit einer Aufmerksamkeitsspanne zusammen Die Drei Dreißig oder Drei Zehn Schon was ja früh so ein bisschen aba sind relativ klassische Struktur war Wenn man sich ein bisschen damit auskannte Dass sie schon zu lang finden Das finde ich bedenklicher.

00:31:48: Ich merke das bei mir selber beim Lesen, ich bin so ein totaler Bett.

00:31:53: Augen noch irgendwie drei Minuten offen halten Läser wenn sie überhaupt klappt.

00:31:56: Sehr löblich!

00:31:57: Also nicht direkt zu Netflix, Bildschirm auf?

00:31:59: Nee, abends, also damit die Zeit gar nicht mehr.

00:32:01: aber das ist tatsächlich... Die letzten paar Minuten, die ich irgendwie nochmal verbringe am Tag versuche dann zu lesen, wenn es klappt, aber da bemerk' ich bei mir selbst auch Ich schläge mich hier zu rely, irgendwelche Krimis lese.

00:32:11: Als ich immer denke oh mein Gott jetzt nochmal acht Seiten bis zum Kapitelwechsel ist der verrück.

00:32:15: das schafft nicht doch nicht und bin dann immer ganz dankbar wenn Leute irgendwie ihre kapitel schon noch zwei drei seiten wieder beenden und ich dann Für mich auch ein Schluss machen kann ein taches beendet es kann ich weiter schlafen.

00:32:24: aber dass ist schon Krass.

00:32:26: anders, wie teilweise diese Bücher mittlerweile hundertzwanzig Kapitel haben.

00:32:30: Also es gibt natürlich auch Ausnahmen.

00:32:32: Bücher was jetzt als Roman verkauft wird war hätte glaube ich teilweise oder wäre von der einen Länge bei Peter Hand genau eine Erzählung gewesen also ein Jahrhundert vorher dann noch ne Novelle.

00:32:45: da hat sich schon etwas verändert.

00:32:46: aber wenn du ja schon so fragst es gibt zum Beispiel auch ganz wirklich interessante Aspekte.

00:32:53: Ich mache mir das gerne bewusst.

00:32:56: Also Goethe hat noch Pan geschrieben.

00:32:58: Thomas Mann auch, also aber inwiefern?

00:33:01: durch den Computer im Theater schreiben vielleicht noch mehr, aber auch im Prosa schreiben einfach durch Copy and Paste Umstellung.

00:33:09: Also früher hat man ja wirklich eine Seite geschrieben und so eine strukturell was zu montieren.

00:33:16: Also das, was ich vorhin erwähnte diese Montagetechnik ist ja auch durch.

00:33:20: das digitale Medium in dem man schreibt hat sich schon sehr, sehr verändert.

00:33:25: Ich glaube wenn wir jetzt schreiben überlegen wie war denn das damals?

00:33:28: Da konnte es nicht einfach mal etwas einschieben oder wenn dann braucht es der ersten Schere.

00:33:32: Das hat in Kombination mit einer veränderten Wahrnehmung einer schnelleren Geschwindigkeitszunahme sehr interessante Studien zu.

00:33:41: Das gehört für mich jetzt einfach auch zur Entwicklung der schreibenden Künste dazu.

00:33:47: Und das ist auch etwas sehr Interessantes, wenn man sich jetzt überlegt wie das damals... Also ich schreibe sehr schnell und deswegen auch relativ unleserlich aber ich kann es noch lesen.

00:33:57: insofern okay?

00:33:58: Aber trotzdem würde ich nie so schnell mit der Hand schreiben können wie ich auf dem Computer schreiber Und das macht dann auch neu.

00:34:06: Also, gerade wenn man manchmal so was bei Theaterminologen einfach bewusst mal es laufen lassen will, stream of conscious-mäßig ist da schon ein gutes Mittel.

00:34:16: Und dann kommen die large language Models dazu?

00:34:19: Die

00:34:20: viel besagte KI wird ja auch für viele in der Branche die Arbeit noch einmal verändern.

00:34:26: Ja also ich bin bei sowas immer... relativ spät, also ich höre immer schon Tegibiti und auch Klo zu in meinem Umfeld als Namen bevor ich es dann selber irgendwie dem oder noch eine dem Modell.

00:34:42: Eine Fragestelle.

00:34:44: aber ich glaube das ist da auch immer darauf ankommt wie man damit umgeht.

00:34:49: dass es nicht mehr wegzudenken ist klar und das ist der rechtliche Copyright Sachen gibt um die man sich nur über nationale Grenzen hinweg kümmern kann und nur auf der Ebene das geregelt werden muss.

00:35:05: Da steht für mich außer Frage, aber man kann es eben auch nicht ignorieren.

00:35:10: und ich glaube so wie also gerade wenn's umgereimte im Theater oder Musiktheater auch um Struktur geht mache ich das manchmal auch ganz gerne dass sich ein Befehl oder eine Arbeitsanweisung gebe an so einen Sprachmodell was ich natürlich nie eins zu eins verwenden würde.

00:35:28: Aber dann irgendwo, was ich auch gerne mache ist dass es nicht zwei unterschiedliche Befehle gebe und dann gucken, was die mir anbieten?

00:35:34: Ich finde gerade beim Literarischen Schreiben merkt man dann auch immer wenn es um so Metaphern oder um das, was du das gefühlt speziell ausmacht, merkt Man schnell!

00:35:44: Das ist eigentlich einfach ein Pool auf einem Pool funktioniert, bei dem dann keiner entscheidet warum er das wählt.

00:35:51: Das fühlt sich ein bisschen klischeehaft an oder wie irgendwo schon mal gehört und zusammengesetzt aber einfach um mal so einen Vorschlag zu haben.

00:35:58: wenn du es jetzt ganz gerne und ich denke auch manchmal als ich anfing zu schreiben vor zwanzig Jahren habe ich immer schon gern die Tesaurus Funktionen.

00:36:06: also einfach gibt mir einen Synonym für Wörter, das gehört auch immer schon seitdem es Wörtermücher gibt zum täglichen Leben von Schreiben hin dazu.

00:36:15: Sag mal ja wie kann man denn das anders formulieren?

00:36:17: und oft ist ja dann so eine fast wieder philosophische Beschreibung.

00:36:21: jetzt will ich aber nicht weil das klingt eher nach dem Und das kann dann auch so ein Prozess der Verfeinerung sein ob ich jetzt irgendwie mir wie damals in England den Diktionär neben mir habe und ihn aufschlage oder ob ich was reingebe Vor fünfzehn Jahren noch bei der Tesaurus-Funktion in meinem World und jetzt beim langen Model.

00:36:39: Das ist für mich alles legitim, die Handlanger klingt ja sehr masternknächtmäßig aber die Mittel ändern sich.

00:36:48: Aber solange ich als menschlicher Agent enttreide wie ich es verwende finde ich das völlig legitim.

00:36:54: Es steckt ja auch super hilfreich... Ich mach zum Beispiel keine so, dass ich... zu der einen KI-Gee und sagt, guck mal die andere KI hat das geblieben.

00:37:01: Das ist total schlecht!

00:37:02: Du spielst sie gegeneinander

00:37:03: aus?

00:37:03: Ich spiele sie geganeinander aus.

00:37:04: dann gehe ich wieder zur anderen und sage guck Mal wer schläft war der machen wir besser aber da geben die sich wirklich Mühe.

00:37:08: Aber

00:37:09: du tust diese...

00:37:11: Ich bin mit dem Pettu die dürfen auch Thomas zu mir sagen ja.

00:37:13: Und merkst du dass du dann auch sauer bist und sag ich habe doch extra gesagt ich will jetzt... Habt

00:37:19: ihr doch schon dreimal gesagt es soll nicht nach KI gehen.

00:37:22: Ja und bist du denn auch immer ein bisschen bestürzt fast wenn die sagen halt du hast so recht das tut mir so leid.

00:37:28: Ja, das habe ich abgeschaltet.

00:37:30: Ich hab da irgendwann mal eingerichtet in den Generalpromts quasi dass sie bitte aufhören sollen so unterwürfig zu sein sondern nicht möchte gern kritische Gesprächspartner und keine Lakeien und das funktioniert tatsächlich auch ganz gut.

00:37:42: Und ich bitte auch immer um Humor, ich mag das nicht wenn die so komisch sind.

00:37:46: Also für mich ist es alles was nicht die neutrale Eudentstellung isst komisch.

00:37:52: Und ich fand es am Anfang auch befremdlich, wenn ich von anderen Leuten so mitbekommen habe, dass dieses Model ansprechen.

00:38:02: Und dann auch so nicht gleich morgens um acht mit der ersten Frage anfangen zu sagen, na wie hast du denn geschlafen?

00:38:09: Ja und wir waren in deinem Café.

00:38:10: Also einfach eine fingierte Dialogssituation.

00:38:13: Ich habe auch letztes Jahr aus verschiedenen Gründen ein Theaterstück geschrieben für in Meinungen fürs Jugendtheater was ich sehr selten mache schreibe wenig für Hindern Jugendliche auch, weil ich da hohen Respekt vorhabe.

00:38:25: Weil das ein ganz spezieller Audience ist und so.

00:38:27: Und da ging es eben, hey Siri, jetzt gings auch um Siri dieses Sprachmodell.

00:38:31: wo dann... Das ist das Tolle am Theater, dass dieses Modell irgendwann an Körper hat und du dann auch nicht weißt, ist es eine psychotische Störung oder ist es Einbildung?

00:38:45: Oder nicht?

00:38:46: The magic moment.

00:38:48: Und das ist, finde ich auch das Tolle am Tärte, dass man so einen reinen Realismus aufheben kann.

00:38:52: aber wir wissen es ja alle.

00:38:53: also eine zusätzliche, also eine rhetorische Vermenschlichung dieser Modelagenten.

00:39:01: Finde ich kann dann schon gerade wenn man sie oft und regelmäßig benutzt Erwartungen vielleicht unterbewusste Erwartung erzeugen mit wie mit Wut ausbrüchen oder so die mir da ein bisschen suspekt sind.

00:39:14: Also Ja

00:39:14: das stimmt Ich nutze sie auch für verschiedenste Anlässe.

00:39:18: Ich würde nicht auf die Idee kommen, ihnen den Namen Gynni zu geben aber in der Tat dadurch dass ich ihn nutze weiß ich mir eigentlich eine Person zustimmt und die Gefahr ist ja als Nächste dann das die in zwei Minuten einen ganz normalen schreiben.

00:39:30: der wird niemals die Qualität haben von dem was ein gut schreibender Mensch mit Emotionen und mit Wort wirklich kann.

00:39:38: Aber dass der Markt geflutet wird von ganz ganz viel Zeugs Die ist her real gerade.

00:39:43: Ja Also mein philosophisches Selbst würde auch sagen, bin ich in der Position niemals auszuschließen.

00:39:53: Du sagtest jetzt mit so einer selbstverständlichen Irrkeit niemals?

00:39:56: Ich weiß das nicht!

00:39:57: Es ist glaube ich im Moment noch ein kategorischer da qualitativer Unterschied und es geht ja auch letztendlich zurück zu der Frage was ist der Unterschied zwischen Mensch und Maschine?

00:40:10: Aber und inwiefern?

00:40:12: ein trainiertes Modell, wie ich eben schon sagte im Moment ja nur auf einen quantitativen Vorteil.

00:40:18: Also es macht ja sozusagen eine Synthese von dem was es schon kennt.

00:40:22: Und solange es auf dieser Ebene bleibt wird man wahrscheinlich immer noch einen Unterschied feststellen.

00:40:27: aber ich finde es eben immer interessant da ich als Schreibende auch in Musik Theater arbeite, dann auch ein semantisches Kunstmedium mit einem nicht-semantischen Kunstmediums vergleichen.

00:40:38: Und bei der Musik ist es ja heute schon so, dass man dann in the style of... Dass manche sagen wir erkennen noch den Unterschied weil die Experten wissen was Teile man alles geschrieben hat und deswegen kann er das nicht geschrieben haben.

00:40:52: aber ich würde immer... Also ich glaube grundsätzlich Ich als Hannah nicht in der Lage bin, genau abzusehen wie sich diese Maschinen entwickeln können.

00:41:02: Das meine ich jetzt gar nicht in so einem dämonischen Sinne sondern dass ich auch jetzt nicht mit gutem Wissen irgendwas ausschließen kann.

00:41:09: Ja

00:41:10: und die Entwicklung ist riesig, wir hatten gestern eine Mitarbeiterversammlung hier und ich habe einen Schad gezeigt wie viel Geld gerade investiert wird da?

00:41:17: Die fünf großen Tech-Filmen investieren dieses Jahr nur dieses Jahr achthundert Milliarden Dollar in neuer rechten Zentren die Weiterentwicklung von KI-System.

00:41:25: Deswegen werden die ja im Moment auch alle so gut bewertet, trotz all der wirtschaftlichen Probleme, die gerade auf dieser Erde existieren.

00:41:32: Das ist dann schon, weil dieses Erwartungsmanagement heißt es da glaube ich nur.

00:41:36: Und diese Investitionen wird Improvement bringen, die wird Fortschritt bringen und die wird Weiterentwirkungen bringen.

00:41:40: Ich halte grad finde ich absehbar was das in den nächsten ein zwei drei Jahren heißt und auch diese ganzen Stories KI-Roboter, die jetzt bei BMW durchs Werk laufen und irgendwie die Schraubenkisten von links nach rechts tragen.

00:41:50: Ich hab keine Ahnung wo das am Ende endet.

00:41:52: also ich versuch's auch möglichst neutral zu sehen.

00:41:54: aber wir gehen damit um.

00:41:55: es ist da und lassen uns damit arbeiten wo es Sinn macht nicht damit arbeiten was keinen Sinn macht oder ansonsten...

00:42:01: Ja und die große Frage glaube ich ist ja immer wann kann man entscheiden ob es keinen Sinn Macht?

00:42:07: Oder kann man sagen es macht jetzt noch Sinn?

00:42:08: Aber wenn man es jetzt laufen lässt hat vielleicht eine Entwicklung die man nicht vorhersehen kann.

00:42:13: Also ich erinnere mich oft, also als im West- oder Bundesrepublikanisch, in den Achtzigerjahren aufgewachsen ist.

00:42:21: Wir haben die natürlich auch sehr mit dem Zweiten Weltkrieg auch in der Schule beschäftigt und mir ist immer besonders eindrücklich in Erinnerung geblieben, ich weiß nicht mehr wer es gesagt hat, wie wann dieser Krieg bekommt noch mal eine andere Dimension wenn das Tötenabstrak funktioniert?

00:42:40: Und dass natürlich Das Stichwort Luftkrieg und Bombardierungen.

00:42:44: Und so im zwanzigsten Jahrhundert eine Dimension angenommen hat, die es in den Feldkriegen davor nicht gab.

00:42:51: Insofern bei KI ist für mich auch immer die Frage, ich meine, wird das jetzt mit dieser Entwicklung der Drohen als Kriegsmittel?

00:43:02: Kräfteverhältnisse von der Ukraine und Russland, was da jetzt auch irgendwie auch aus Zugs zwang.

00:43:09: Was ich da entwickeln kann?

00:43:10: Und das will natürlich gar nicht moralisch werden.

00:43:12: aber ich glaube dieses militärische Potenzial, was in KI steckt, auch mit einer Größendimension ist schon etwas, was mir persönlich an dieser ganzen Artificial Intelligence Frage zu denken gibt oder Sorgen macht.

00:43:31: Also ich finde diese Fragen immer, wenn jetzt in Japanen Altersheimen dann Roboter einen Menschen zulächeln und das hat dann ein Bestätigungseffekt.

00:43:39: Ich find aus ganz unterschiedlichen Perspekten diesen Self-fulfilling Prophecy Effekt oder dieses Bespiegelungssache interessant.

00:43:47: Und da finde ich ja, wenn dass den Leuten dann irgendwie selber ein Lächeln aufs Gesicht zaubert und wir wissen, wenn ein Körper lächelt ist er energetisch auch mal anders eingestellt.

00:43:56: Das finde ich es auf einem anderen Level.

00:43:57: aber wenn's um strategische Fragen geht oder um Regierungen, die dann irgendwo Unternehmen zwingen wollen irgendwelche Daten zu teilen.

00:44:05: Ich glaube das ist so die Ebene wo man wirklich aufpassen muss.

00:44:09: Absolut!

00:44:11: Kurzer Cut was war der beste Rad den du jemals bekommen hast?

00:44:17: Ich muss da differenzieren.

00:44:19: also auf der professionellen Ebene im beruflichen Kontext hat mir mal mein Professor in England, bevor ich dann in die Welt gehe hinausgegangen bin sozusagen.

00:44:29: Wo

00:44:29: ist er weiter?

00:44:30: Ja genau der hat zu mir mal was gesagt habe ich oft später daran gedacht Wenn du einen Rat bekommst Dann fragt dich auch immer wer ihn dir gibt und warum?

00:44:40: Also dass man sagen das Eigeninteresse in einem Rat hinterfragt oder zumindest und das ist dann auch wieder klassisch Philosophie, dass wir sagen die Konditionen dieses Rates mitten.

00:44:50: Das sind nicht naiv nur fürbare Münzen oder kontextualisiert.

00:44:53: Auch es ist nicht groß skeptisch aber schon kritisch.

00:44:56: Das fand ich sehr gut, wenn jetzt einer sagt macht doch lieber mal das oder das woher kommt diese Perspektive?

00:45:03: Ist das etwas sehr subjektives?

00:45:04: oder kann Ich dann in meinem Umfeld diesen Rat so annehmen?

00:45:08: nicht also das fand ich irgendwie auch strategisch professionell ein sehr guten rat.

00:45:13: Aber ich glaube für mein persönliches Leben oder für meinen Glück, weil da hat meine Großmutter, der sich ein sehr enges gutes Verhältnis hatte.

00:45:21: Die hat mir gesagt, Hannah egal was du machst verlier dein Lächeln nicht.

00:45:25: und ich glaube die war eine sehr herzliche reine reine scherzliche Frau Und ich glaube das versuche immer zu befolgen.

00:45:35: Insofern bin ich ihr für diesen Rat und sie hat auch gesagt jeden tag eine gute tat und so.

00:45:40: Da denk ich auch manchmal dran, wenn ich denke, hast du.

00:45:43: Da sind wir wieder beim Guten.

00:45:45: aber ich glaube dieses Lächeln das ist schon wichtig.

00:45:49: Na ja, ich finde die Frage des subjektiven Rats super spannend weil sie werden oft einfach so weitergegeben und oftmals haben sie nur für einen selber genutzt oder selber funktioniert.

00:45:59: aber sie funktionieren nicht für jeden.

00:46:00: es ist ja so wie zu sagen meine Brille hilft von meinen Augen total gut.

00:46:04: Ich gebe sie dir mal damit du besser siehst.

00:46:06: Du hast halt eine Hundertverkrümmung und ich bin kurzsichtig.

00:46:08: Ja

00:46:09: auf jeden Fall so Sachen setz dich durch oder es kommt immer ganz auf den Rahmen an.

00:46:16: Also ich glaube, so psychologische Schlagwortratgeber können auch in unserer Informationsgesellschaft, in der man sich ... Ich sag's mal wo es die Information suchen kann, die man finden will, kann dann auch nach hinten losgehen.

00:46:32: Deswegen immer eine Kontextualisierung.

00:46:35: Woher kommt ein Rat?

00:46:36: Steht da einen ökonomischen Interesse hin?

00:46:38: Das finde ich jetzt auch bei bei den digitalen Natives, die jetzt heranwachsen und so was wie eine kritische Mündigkeit im Umgang mit Angeboten.

00:46:48: Mit Influencern und so.

00:46:50: das finde ich ganz wichtig.

00:46:52: also ich will keine Hierarchie einbauen sagen es ist wichtiger als einmal eins oder Rechttremmung nicht.

00:46:58: aber ich finde es genau so wichtig gerade in einer Gesellschaft in der viele Kinder Zugang zu Informationen und zu Welten haben, von denen auch die Eltern es nicht wissen dass man da irgendwo lernt.

00:47:12: Zu hinterfragen.

00:47:12: warum empfiehlt mir jetzt jemand das?

00:47:14: Weil er dafür gesponnen wird oder weil er das um das herherstellen will?

00:47:18: und ich glaube es wird immer wichtiger.

00:47:21: Wir hatten hier schon oftmals diese Frage von Social Media Einschränken für bestimmte Altersgruppen einschränkend Lassen wir sie einfach freilaufen wie Sie sind.

00:47:30: hast du dazu eine Meinung?

00:47:31: Ich kann jetzt, ich weiß nicht ob das meinem Sohn so recht ist.

00:47:34: Aber ich kann eine extrem interessante Anekdote erzählen.

00:47:41: Also mein Sohn ist jetzt vierzehn, er hat seitdem mal im Gymnasium ein Smartphone also schon elf aber natürlich Parental Control und nur in einem gewissen Zeitpunkt.

00:47:51: Zeitfenster und auch nur mit einer gewissen Einstellung, das fanden wir auch sehr wichtig Und ich hab ihn ja selbst gefragt, nachdem das in Australien eingeführt worden ist.

00:48:01: Und dann habe ich gesagt, ihr seid sehr skeptär als irgendwie diese ... es gibt halt jetzt die Diskussion bis vierzehn oder bis sechzehn.

00:48:08: Bis vierzehnt kommen mir jetzt sehr lang vor.

00:48:10: Also ich frage, man kann's ja vielleicht auch bis zwölf machen?

00:48:12: Wie siehst du das denn?

00:48:13: und dann sagte mein Sohn als jemand der seit elf schon ins Smartphone hat ne ne bis vierzen.

00:48:20: Dann hab ich gesagt er heißt aber dass du jetzt erst seit zwei Monaten eigentlich, dann Smartphone hättest wenn du in diesen ... Ja ja, finde ich auch gut.

00:48:28: Und das fand ich sehr interessant von jemandem der es selbst benutzt hat und der auch merkt also da gibt's ja auch irgendwie unter Eltern immer so Sprüche Sport ist noch viel wichtiger als vor zehn Jahren.

00:48:37: weil die mit so lang auf dem Sportfeld sind können sie irgendwie Telefon nicht benutzen und so.

00:48:42: aber dass fand ich schon und ich glaube er meinte das auch nicht auf sich selbst bezogen sondern eben auf das was er so beobachtet.

00:48:48: Ich finds auch interessant wie fänder vielleicht auch geschlechtsspezifische unterschiedliche Gefahren dann in den Altersgruppen sind.

00:48:56: Aber wenn es die Kids selber wo dabei muss man dazu sagen, es wird ja sehr viel diskutiert immer ob man das in der Schule verbietet.

00:49:04: Mein Sohn war noch nie in einer Schule, in der das nicht völlig verständlich war, dass da Handys tabu sind Und das muss natürlich eine Schule sein, bei denen die Kinder wissen es auch kontrolliert wird.

00:49:15: Aber es war immer kein Problem.

00:49:16: Also wenn da jemand effizit stört dann mussten man, mussten das teilweise die Eltern im Sekretariat abholen und damit waren halt schon die Händis nicht verfügbar davor oder danach schon?

00:49:28: Magst du mal kurz fünf Sätze vervollständigen?

00:49:30: Gerne!

00:49:31: In der Öffentlichkeit...

00:49:32: Ich versuch's

00:49:33: Ja, versuch´s.

00:49:33: Und ich nehme noch einen großen Schluck vorher, das kommt jetzt wahrscheinlich.

00:49:37: viel Text in der Öffentlichkeit beeindruckt mich derzeit.

00:49:43: Da muss ich jetzt erst mal eine Pause machen.

00:49:47: Ja, mich beeindruckt die Sorge, die sehr viele Leute umtreibt was die kommenden Wahlen in Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern betrifft.

00:50:00: Und was da ja für Erinnerungen parallel historische Parallelen gezogen werden das hätte ich mir nie vorstellen können dass so ne

00:50:13: Angst

00:50:14: da im Moment so real sein kann.

00:50:19: Über Deutschland denke ich,

00:50:21: dass es viel Potenzial hat und das Deutschland ist die Summe seiner Bewohnerinnen und insofern etwas was sich ständig neu definiert.

00:50:35: Wir sollten mehr Wert legen auf

00:50:38: den Moment der Reflexion bevor man was sagt.

00:50:47: So eine Mischung aus Herzlichkeit und Respekt.

00:50:50: Die nachfolgenden Generation rate

00:50:52: ich?

00:50:55: Sich ihre Träume nicht ausreden zu lassen, durch vermeintlich vernünftige Argumente.

00:51:02: Morgen wird besser als heuteweil!

00:51:05: Ich glaube das ist eine Frage die man nicht universal beantworten kann sondern die wir hier in Berlin mitte.

00:51:15: Also ich finde es fast... zynisch.

00:51:17: Das klingt jetzt wieder moralisch, aber ich finde es sehr schwierig so eine Frage zu beantworten.

00:51:24: im Wissen um so viele Leute die die Hoffnung keinen Grund zur Hoffnung haben dass das morgen besser wird und ich glaube Morgen wird besser... Ich würde es vielleicht nicht weil sondern wenn wir uns alle bewusst werden Dass es kein Planet B gibt auch wenn Herr Maas sich da vielleicht schon darauf vorbereitet Und das gewisse Dinge nur gemeinsam zu lösen sind und wir deswegen den anderen wie uns genauso im Blick haben, wie uns selbst.

00:51:54: Ich glaube allein kriegen wir es nicht hin.

00:51:57: Wäre diese Angst die du beschreibst vor dem was da kommen könnte mit den Wahlen im Herbst?

00:52:03: Und diesen gesellschaftlichen Klima das hat auch mal rum gerade herrscht wäre das Stoff für etwas was du verarbeiten wollen würdest?

00:52:11: Die Angst auf jeden Fall.

00:52:14: ich behandle ja in meinen Werken gerne immer gegenwärtig.

00:52:19: relevant ist für mich auch der Anspruch, gegenwärdig relevante Themen zu behandeln.

00:52:23: Ich glaube man muss schon allein was den Produktionsprozess von Theater und Literatur angeht differenzieren.

00:52:29: oder sollte tatsächlich aktuell und gegenwörtig.

00:52:32: also Was aktuell relevant sein kann Ist kann dann wenn das Buch rauskommt schon wieder nicht aktuell sein.

00:52:40: aber ich glaube es geht ja Es geht da nicht um Events sondern es geht Ja um das, was sich da kulminiert.

00:52:47: Und ich glaube im Gegenteil eher dass auch, also ich glaube ja auch jede Liebesgeschichte kann politisch sein, es kommt darauf an wie man sie beschreibt ob man, wie die von mir so geschätzte Yeleneck sagt, Literatur kann auch die Achse sein, die in einen gefrorenen See oder in den gefroerenen See in uns reinhaut und ob man das mit dem Anspruch an kritischer Wahrheitssuche und Widersprüche nicht zu kitten, sondern wie man es macht.

00:53:15: Dann glaube ich eher das ist so, dass Autor-Schreibende viel öfter solche Strömungen aufnehmen auch wenn es ihnen vielleicht gar nicht bewusst ist?

00:53:26: Ich habe mir selber in der Vorbereitung die Frage gestellt mein Überblick über den Markt ist eigentlicherweise dafür viel zu geringen um das selber beantworten zu können ob wir uns außerhalb der Mediendebatte, der politischen Debatte im künstlerischen Raum zu wenig mit diesen Entwicklungen in den letzten zehn, fünfzehn Jahren oder sonder gesetzt haben.

00:53:46: Im Theater glaube ich definitiv nicht.

00:53:49: und wie wir am Anfang unses Gesprächs auch nochmal angedeutet haben, ich glaube auch an der Literatur hat sich da werden ganz viele Sachen mit aufgenommen.

00:54:00: also ich habe in Klagenfort was ja so einer dieser auch sehr medial präsenten Wettbewerbe, es habe ich im Jahr zwei Tausend Dreizehn gelesen und das war das Ja.

00:54:10: Soweit Ich ist verstanden aber dass das allererste Mal das einem Autoren der man anhörte, dass Deutsch nicht ihre Muttersprache war, das gewonnen hat.

00:54:17: Das war damals noch etwas vielleicht da zwischen Achtziger Jahren schon mal gegeben weil sie aber auf jeden Fall Damals war das wirklich jemand von dem jeder wusste dass die Katharina Katja Petrovskaya erst Deutsch erst seit fünf oder zehn Jahren oder so schreibt dass jemand damit einen renommierten deutschen Literaturpreis gewinnt.

00:54:36: Und mittlerweile ist es fast normal, also das ist ganz selbstverständlich wohl natürlich auch als Spiegel der eine Zuwanderungsgesellschaft die wir sind und das finde ich eine ganz tolle Entwicklung.

00:54:48: und wenn man sich die Verlagsprogramme anguckt sind auch sehr viele Verlage die sich auch als gesellschaftlich relevantes Stimmen begreifen dabei diese verschiedenen Blicke in die Literatur reinzuholen.

00:55:05: Und das kann auch sehr bereichert sein, gleichwohl.

00:55:07: Das hatten wir ja schon mal abgesprochen.

00:55:09: Ich glaube auch, dass die sozialen Probleme – also zum Beispiel diese Arbeiterklasse, worüber wir im Anfang gesprochen haben – was auf eine gewisse Art bei den jüngeren Schreiben jetzt viel präsenter ist als vor zehn oder zwanzig Jahren.

00:55:22: natürlich hat es auch etwas mit der Zunehmend Schere zwischen Reich und All, nur mit ihrem Wirtschaften im Reich und Arm.

00:55:28: Und mit der ökonomischen Entwicklung zu tun.

00:55:31: Aber das Literatur versucht diese... Das was in der Luft liegt oder das was Leute beschäftigt, zu Papier zu bringen, das glaube ich findet schon statt.

00:55:43: Was können wir denn als all diese Individuen die gemeinsam das Land ausmachen?

00:55:50: Jetzt tun um den Individuern, die es gerade irgendwie cooler finden, das System abzuschaffen und was anderes zu machen.

00:55:57: Aber sagen wir, bis hierhin war es scheiße!

00:55:59: Wir machen es mal einfach komplett anders.

00:56:01: Was können wir tun die zu unterstützen zurückzufinden?

00:56:05: Sichbar werden lauter werden.

00:56:10: ich glaube immer noch dass man auch den Populismus stellen muss indem man ihn nicht ignoriert sondern auch konfrontiert also bei dieser Debatte gibt.

00:56:22: Darf man gewissen, sollte man Leuten gar keinen Raum geben.

00:56:25: Weil die eh nicht zuhören oder darf man nicht ... Muss man immer noch versuchen sie einfach an Sachthemen Ding festzumachen?

00:56:34: Das glaube ich, dass es ganz wichtig ist diesen Versuchen einen Populismus zu stellen und den auch irgendwo mit Argumenten zu entkräften.

00:56:45: Ich finde das ganz, ganz wichtig sich zu fragen wer will zum ersten Mal wo oder wie bekommen Menschen an ihre Information, auf deren Basis sie dann eine Wahlentscheidung fällen?

00:56:59: Also solche Sachen wie Walomad und so.

00:57:03: Dass man eine kritische oder inhaltliche Diskussion-Beschäftigung mit diesem Thema überhaupt bei jungen Leuten dafür einen Bewusstseinschaftsfeld hat ganz wichtig.

00:57:16: Und dass wir einfach das, was sich nicht zurückzieht... und dass man sich nicht in einem vorzeitigen Fatalismus verfällt.

00:57:30: Dass man im Gegenteil auch dessen bewusst ist, wenn zu viele Leute an das fatale Ende glauben, dann kann es eine Art von Self-fulfilling Prophecy sein.

00:57:42: Was ja so, was wir gerade feststellen.

00:57:44: Dass es auch auf verschiedene politische Gebete gibt wo bis in die eigene Familie rein ganz vielen Menschen dann Konflikte herrschen und Dann zu sagen weil wir unterschiedliche Meinungen haben reden wir lieber nicht drüber ist glaube ich auch keine Lösung.

00:58:01: Im Gespräch bleiben

00:58:02: im Gespräch Bleiben

00:58:04: das macht ihr Mut.

00:58:06: jede Form von Begeisterung und Einsatz also Einsatz für etwas ohne einfach weil man das machen

00:58:15: blieb

00:58:16: und nicht nur den Effekt.

00:58:17: Also ich finde zum Beispiel, ich erinnere mich gerne an wie viele Menschen auch im Jahr zweitausendfünfzehn in Deutschland einfach gesagt haben wir gehen jetzt zum Bahnhof und bringen was mit oder wenn jetzt irgendwie ein Stromausfall oder jetzt in der Eifel die Flut war, was wirklich an nachbarschaftlich zwischenmenschlichen Engagement entstehen kann.

00:58:38: Das macht mir Mut Weil ich glaube, Deutschland ist eher ein Amtland.

00:58:42: Ich habe das noch ganz viele Leute machen.

00:58:45: Wir machen zum Beispiel auch gut, wenn Jugendliche dann in einem Sportverein anfangen die Kleineren zu trainieren.

00:58:51: Aber was mir auch Mut macht, das hängt stark mit dem Glücksgefühl, was ich unter Art und Literatur zusammen einfach diese Moment von echter Begeisterung.

00:59:01: Also für mich ist Begeistung ein intensives Gefühl von Glück und auch von Freiheit.

00:59:07: Fanatismus oder ein fanatischer Hass ist auch eine starke Emotion.

00:59:11: Aber für mich keine Begeisterung zur Begeistung, das ist für mich so eine emotionale Intensität in der positiven Art die ich auch wenn ich Musik höre empfinde oder wenn ich tanze und das was man dieses freie Übersprühende was für mich etwas zutiefst menschliches ist Wenn ich das merke in Fotos oder auf sehe dass es beim anderen Menschen auch so intensiv sich entfalten kann, das macht... dann bin ich glücklich und denke, wir sind doch trotz allem auf einem guten Weg.

00:59:45: Zum Schluss machen wir jetzt noch eine kleine Reise!

00:59:47: Wir fliegen mit unserer Zeitkapsel zum Brandenburger Tor.

00:59:50: im Jahr zwei Tausend Fünfzig steigen aus der Tür dahinten wieder aus?

00:59:54: Was für ein Land sehen wir?

00:59:56: Zum Brandenburg-Tor?

00:59:58: Hm?

00:59:58: Erstmal die Frage guckst du, wohin guckest du?

01:00:00: Du guckste nach Westen, nach Ostern oder Norden?

01:00:02: Du kannst jetzt entscheiden, wohinhin wir gucken.

01:00:05: Also ich würde sagen, ich hoffe man kann auch richtig schön weit gucken und die Luft ist nicht schon so verschmutzt dass man gar nichts mehr sieht.

01:00:14: Ich weiß was du mit der Frage bezweckst?

01:00:17: Ich glaube das ich sie nicht wirklich fundiert beantworten kann.

01:00:20: Ich würde sie lieber so beantwortet wollen Was wieder sehen hängt davon ab was wir alle in den nächsten zwanzig Jahren tun.

01:00:29: Also ich maße mir nicht an, wenn ich ... Ich kenne diese Sichtachse sehr gut.

01:00:33: Und ich könnte mich jetzt auch ausmalen, welches Gebäude in welcher Form dann noch existiert?

01:00:40: Aber ich glaube wie viel wir sehen.

01:00:44: gerade Brandburger Tor das hast du ja sicher auch nicht auszuwählen.

01:00:46: Das ist ja irgendwie das Symbol ob da noch die Leute gemeinschaftlich den Brandburger Toch hoch klettern oder nicht.

01:00:54: Ich hoffe ja.

01:00:55: also ich denke was wir da sehen Das hängt von uns allen ab, die wir in den nächsten bis dahin um das Tor herum gehen.

01:01:06: Dann müssen wir jetzt bis zwei tausendfünfzig warten, es hilft nicht.

01:01:08: Genau vielleicht treffen wir uns ja dann nochmal hier

01:01:09: in einem

01:01:10: schönen Studio.

01:01:11: Gerade im Renten, aber das kriegen wir schon irgendwie hin.

01:01:13: Ich nagle dich erst darauf fest.

01:01:15: Wenn wir uns noch mal hier wennstern der Studium noch ein Studio hier noch geben.

01:01:19: Der Studio noch gibt dem Podcast noch gibt man weiß das alles gar nicht.

01:01:24: Wir sollten uns dann wirklich mit einem Mikro, hier in unserer tollen technischen Inspezienz einfach dann am Bahnburger Tor treffen.

01:01:32: Das ist eine gute Idee!

01:01:33: Aber darf ich noch etwas sagen zu dieser Frage?

01:01:34: Ja klar, ja klar.

01:01:35: Also Brandenburg-Tor ist natürlich eine interessante Frage.

01:01:37: Ich verbringe auch ein gutes Teil meines Jahres immer in Venedig.

01:01:43: und da zum Beispiel ist natürlich die Frage wie viel dieser Stadt ist überhaupt noch begehbar Und insofern, ich weiß gar nicht auf wie viele Meter gesehen, mehr mehre spiegelmäßig auf welcher Höhe da genau das Brandenburger Tor liegt.

01:01:59: Aber ich glaube es gibt so viele Regionen... Das ist jetzt auch nichts Neues als die Erzähle, wo man wirklich sich die Fragen stellt.

01:02:09: Kann man da sich überhaupt noch treffen?

01:02:11: In den Zwanzigfünfzig und es gibt ja auch schon Inseln, die komplett nicht mehr existieren.

01:02:16: aber wenn da irgendwie keine Hightech-Unternehmen sitzen, sondern irgendwie Fischer, die ihre Extenzgrundlage verlieren wird da auch relativ wenig glaube ich darüber berichtet.

01:02:27: Wenn du mich fragst so ein Gebäude, das ist für mich irgendwie die klimatische Entwicklung natürlich schon die entscheidende Voraushetzung.

01:02:34: Klar dafür drehen wir jetzt an den Schaltern nicht erst dann.

01:02:38: Genau.

01:02:39: So Hannah, du hast schon anmoderiert eben und komm jetzt ja willst du auch rausmoderieren?

01:02:42: Gerne!

01:02:43: Ja vielen Dank Thomas.

01:02:45: dass wir uns heute hier Treffen konnten, war ein sehr schönes Gespräch.

01:02:49: Ich wünsche dir einen intensiven Wahlkampfsommer und ja vielleicht bis bald!

01:02:57: Und ich danke dir Hannah, bis bald.

01:02:58: Dankeschön!

01:03:00: Das war damit die Guten Gewinn.

01:03:01: der Interview Podcast von ASK.

01:03:04: Wenn dir die Folge gefallen hat abonniere den podcast und teile hiermit Menschen die sich ebenfalls für das gute interessieren.

01:03:10: Hast du Feedback Fragen oder Themenwünsche?

01:03:12: dann melde dich gerne bei uns, alle Infos und Kontaktmöglichkeiten findest du in den Show-Notes.

01:03:17: Danke fürs Einschalten!

01:03:18: Bis bald damit die Guten gewinnen.

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